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Celle Ortsteile "Das Flambieren ist am schwierigsten"
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile "Das Flambieren ist am schwierigsten"
18:38 25.10.2018
Die Gewinner mit Mitgliedern der Prüfungskommission: Roger Burkowski (von links), Norman Brammer (nachrückender Koch), Carolina Kühn (Hotelfachfrau), Alke Carstens (Restaurantfachfrau), Maximilian Köllner (bester Koch, der aufgrund der Altersgrenze nicht zum nächsten Wettbewerb antreten kann) und Kai–Friedrich Duda. Quelle: Birgit Stephani
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Altenhagen

Die Nervosität steht ihnen in die Augen geschrieben. Wochenlang haben sie sich auf diesen Tag vorbereitet, haben den halben Tag gewerkelt, und nun sitzen im Restaurant der Albrecht-Thaer-Schule BBS III 20 Gäste, dazu kommt die Jury, die jeden ihrer Handgriffe genau beobachten und bewerten wird. Zwölf junge Auszubildende der Gastronomie sind angetreten, um in ihren Berufen Celler Jugendmeister zu werden.

Alle Auszubildenden befinden sich im dritten Lehrjahr und wurden von der Schule und ihren Betrieben für den Wettbewerb vorgeschlagen. "Wir haben heute die Besten des Lehrjahres hier", betont Roger Burkowski von der Dehoga, insgesamt je vier Hotelfachleute, Restaurantfachleute und Köche. Vier Tische mit jeweils fünf geladenen Gästen gilt es in der nächsten Zeit zu bedienen – das alles unter den kritischen Augen der Prüfer, die sich dezent im Hintergrund halten, denen aber doch nichts entgeht. Das Ziel der Wettbewerbsteilnehmer: Celle bei den Niedersachsen-Meisterschaften am 20. und 21. März in Oldenburg zu vertreten und es von dort vielleicht sogar zum Bundeswettbewerb nach Berlin zu schaffen. Das Erbe der Vorgänger ist dabei groß, denn schon viele Celler Auszubildende haben die niedersächsische Meisterschaft gewonnen.

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Serviert wird ein Drei-Gänge-Menü, bestehend aus der Vorspeise, einem Hauptgericht und dem Dessert. "Das Flambieren der Früchte ist am schwierigsten. Am liebsten würde ich Bananen am Stil flambieren, das geht wesentlich leichter", erzählt Teilnehmer Sascha Förster.

Die Gäste sind dabei teils selbst aus der Gastronomie-Branche oder als Gäste der Dehoga zu dem Wettbewerb eingeladen worden. In diesem Jahr beispielsweise sind das Vertreter des Onko-Forums, die in den Genuss des Prüfungsessens kommen. Dabei haben die Gäste lediglich die Aufgabe, die Menüs zu genießen und reale Gäste zu mimen. Bewerten müssen sie offiziell nichts, sparen aber zwischen den Gängen nicht mit Lob.

Am Ende muss die Jury mehrmals nachrechnen, um die Gewinner ermitteln zu können. Die Plätze eins und drei unterscheiden sich nur um minimale Prozentwerte. Als Gewinner können sich am Ende alle Teilnehmer fühlen, zur Niedersachsen-Meisterschaft allerdings fahren Carolina Kühn (Fürstenhof) für die Hotelfachleute, die gleichzeitig auch das zweitbeste Gesamtergebnis des Abends holt, Alke Carstens (Celler Tor) für die Restaurantfachleute mit dem besten Gesamtergebnis des Abends und Norman Brammer (Heidjerstuben Wietze), der eigentlich nur Platz zwei belegte. Da der Gewinner bei den Köchen, Maximilian Köllner (Köllners Landhaus) allerdings die Altersgrenze bereits überschritten hat, muss er auf die Teilnahme an der Meisterschaft verzichten.

Von Birgit Stephani

Michael Ende 25.10.2018
Gunther Meinrenken 24.10.2018
Dagny Siebke 23.10.2018