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Celle Ortsteile Das hatten Celler 2017 im Schrank stehen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Das hatten Celler 2017 im Schrank stehen
17:55 15.01.2018
Von Dagny Siebke
Krimis, Gesundheitsratgeber und Bücher über Natur sind in der Stadtbibliothek die Renner. Joachim Schuermann liest im Buch „Mein Leben als Schäfer“. Quelle: David Borghoff
Celle

So sank bei Büchern die Zahl der Entleihungen um zwei Prozent von 255.996 auf 249.682. „Gleichzeitig werden unsere Sessel und Computer in allen Etagen reger genutzt. Fast wie an Universitäten gibt einen großen Bedarf an Lesearbeitsplätzen“, sagt Petra Moderow. Im neuen Jahr sollen noch zwei, drei weitere Arbeitsplätze dazu kommen. Im Jahr 2017 stieg die Zahl der Besuche um drei Prozent von 151.426 auf 156.174. Dieser Trend sei bundesweit zu beobachten, so die Bibliotheksleiterin.

Insgesamt kommt die Stadtbibliothek aktuell auf 9514 Leser, das sind 422 weniger als noch im Vorjahr. Den größten Zuwachs verzeichneten die Mitarbeitern bei den Onleihen. Um ganze 24 Prozent legte dieser Bereich zu und kommt nun auf 37.273 Entleihungen. „Damit liegen wir niedersachsenweit auf Platz zwei von mehr als 120 Verbundbibliotheken“, betont Petra Moderow. Im Gesamtverbund wurden in 2017 966.139 Entleihungen getätigt. „Hier machen sich die monatlichen Schulungen für E-Bookreader und Tablets positiv bemerkbar.“ Jeden ersten Donnerstag im Monat bietet Bibliothekar Karl Winkler in Celle eine Kurzeinführung in die Nutzung möglicher Online- und E-Medien an. Er beantwortet auch Fragen und gibt Hilfestellungen für Wahl des passenden E-Bookreaders.

Auch Spiele werden in der Celler Stadtbibliothek immer beliebter. Hier konnte die Zahl der Entleihungen um 18 Prozent gesteigert werden von 4107 auf 4855. „Eine sichere Bank ist auch die Kinderbibliothek. Das ist mir persönlich wichtig“, erzählt Petra Moderow. Bei Kindern verzeichnete die Bibliothek ein Plus von zwei Prozent. Die Zahl der Entleihungen wuchs von 88.286 auf 90.369. „Das steckt viel Arbeit dahinter“, betont Moderow. Zum Beispiel haben die Mitarbeiter den Anspruch, dass Kinder bereits vor der Einschulung wissen, wo sie interessante Bücher finden können. So können Fünf- und Sechsjährige den Bibliotheksführerschein „Bibfit“ machen und ihren Abschluss beim Lesefest feiern.

Bei den Jugendbüchern fiel die Zahl der Entleihungen um 15 Prozent von 5433 auf 4630. „Allerdings gibt es unter den Jugendlichen einige Stammgäste, die sich gerne in der Stadtbibliothek aufhalten, in den Zeitschriften blättern, aber nichts ausleihen“, verrät Petra Moderow. Um die Zahl der interessierten Leser zu steigern, findet vom 3. bis 7. September die 14. Jugendbuchwoche in Stadt und Landkreis Celle statt.

Gegen den Trend läuft die Zahl der Entleihungen bei CDs. So wurden 11.998 Mal CDs verliehen. Im Vorjahr war das nur 10.765 Mal der Fall. Der Anstieg entspricht einem Plus von zehn Prozent. „Das hat uns selbst überrascht, wenn man bedenkt, wie beliebt Streaming-Dienste gerade sind“, sagt Petra Moderow. Vielleicht liege es daran, dass das Regal mit den vielen Pop- und Klassikalben in Celle eine andere Zielgruppe anspreche.

Anders sieht es bei den DVDs aus. Dort liegt das Minus bei 13 Prozent. So sank die Zahl der Entleihungen von 7251 auf 6246. „Das könnte daran liegen, dass Spielfilme nur kostenpflichtig ausgeliehen werden können“, vermutet Petra Moderow.

Beim Blick auf die beliebtesten Bücher fällt auf, dass Thriller bei den Romanen wieder besonders beliebt sind. Bei der Sachliteratur liegen Ratgeber zu Gesundheit, Pädagogik und Natur. weit vorne. Kinder können von der Reihe „Mein Lotta-Leben“, den Schlümpfen und Gregs Tagebüchern nicht genug bekommen.

Demnächst soll im ersten Obergeschoss ein neuer Bereich für Eltern eingerichtet werden. „Dieser beschäftigt sich mit Themen von der Schwangerschaft bis zur Pubertät“, betont Petra Moderow. Im Erdgeschoss will die Bibliotheksleiterin mit einer wechselnden Buchgruppe experimentieren.

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