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Celle Ortsteile "Dolchstoß für Bundeswehr"
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile "Dolchstoß für Bundeswehr"
16:39 21.01.2018
Von Gunther Meinrenken
Heiko Tadge, Silvio Mahn (von links) sowie Hans-Georg Blonn (rechts) freuten sich, dass Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne beim Neujahrsempfang der Reservisten in der Immelmann-Kaserne zu den Gästen sprach. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

"Die Ergebnisse der Sondierungsgespräche sind für die Bundeswehr ein Dolchstoß", sagte Oberstleutnant Heiko Tadge, Vorsitzender der Standortkameradschaft Celle im Deutschen Bundeswehrverband, vor etwa 250 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Militär. Vor dem Hintergrund einer "grundlegenden sicherheitspolitischen Lageänderung" hält Tadge die in den Vorgesprächen zwischen CDU und SPD abgesprochene finanzielle Ausstattung der Bundeswehr für deutlich zu gering. Statt eines benötigten Anstiegs von neun Milliarden Euro in den kommenden vier Jahren sei lediglich eine Steigerung des Etats von einer Milliarde Euro vorgesehen. Das reiche im Kern gerade einmal, um die steigenden Personalkosten aufzufangen.

"Die Trendwenden Material und Personal würden so mindestens deutlich verlangsamt. Das wäre deswegen besonders fatal, weil die Politik bei den Aufgaben und Einsätzen immer weiter beschleunigt", so Tadge, der deutliche Worte fand. "Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee und wir sind loyal. Aber es wird höchste Zeit, dass Auftrag und Mittel endlich in Einklang gebracht werden."

Kultusminister Tonne schlug schnell einen Bogen zwischen Schule und Militär. "Bundeswehr und Bildungspolitik haben viele Gemeinsamkeiten, müssen sich mit steigenden Ansprüchen auseinandersetzen", so Tonne. Vor diesem Hintergrund sei auch die Ausstattung der Schulen von erheblicher Bedeutung. Der Kultusminister wollte "nichts schön reden. Wir haben zu wenig Lehrer, bundesweit". Tonne möchte in den kommenden Jahren vor allem die Bürokratie an den Schulen abbauen. "Die Lehrer füllen Zettel aus, die die Eltern nicht interessieren und die sich hinterher niemand mehr ansieht", meinte er und schloss seine Rede mit dem Appell, "die Welt nicht den Vereinfachern und Populisten zu überlassen. Viele Dinge lassen sich nicht einfach lösen, viele Sachen lassen sich nicht mit 140 Zeichen erklären".

Stabsunteroffizier der Reserve Hans-Georg Blonn, Vorsitzender der Kreisgruppe Celle im Verband der Reservisten der Bundeswehr, der zusammen mit Tadge als Gastgeber fungierte, lobte seine Mitglieder: "Ihr alle habt einmal als aktive Soldaten und danach als Reservisten dazu beigetragen, dass die Völker in Westeuropa und wir in Deutschland in einem einigermaßen gesicherten Frieden leben können."

Einen Ausblick auf den Celler Standort in der Immelmann-Kaserne gab Oberstleutnant Silvio Mahn, Kommandeur des Feldwebelanwärter-/Unteroffiziersanwärterbataillons 2. In Vertretung von Oberstleutnant Jörn Rohmann, Kommandeur des Wietzenbrucher Ausbildungs- und Übungszentrums Luftbeweglichkeit, kündigte Mahn an, dass seine Einheit auf fünf Züge, also etwa 240 bis 250 Mann, anwachsen werde. Außerdem rechnet er in diesem Jahr mit dem Beginn der Sanierung von Unterkunfts- und Funktionsgebäuden in der Kaserne.

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