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Celle Ortsteile Ende der Sterne-Ära im Celler Fürstenhof
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Ende der Sterne-Ära im Celler Fürstenhof
17:08 26.01.2018
Von Gunther Meinrenken
Celle

Der Fürstenhof hat sein Konzept für die Restaurants Palio und Fürstenhof überarbeitet. Der Endtenfang lässt sich so wie bisher nicht mehr rentabel fortführen. Schon in den vergangenen Jahren wurden die Öffnungszeiten reduziert, gebucht wurde das Restaurant vornehmlich noch von den Hotelgästen, die Kundschaft aus der Region wurde immer weniger. Während im Fernsehen Kochsendungen mit Beteiligung von Sterne-Köchen boomen und Food- und Koch-Blogs sich wachsender Beliebtheit erfreuen, muss der Endtenfang die Segel streichen.

Die Atmosphäre in dem Restaurant kann man durchaus als gediegen bezeichnen. War das Konzept nicht mehr zeitgemäß? Fürstenhof-Chef Ingo Schreiber: "Wir stellen einen Sinneswandel bei unseren Gästen fest, die vermehrt kleine Gerichte, mehr Abwechslung, kleine klassische Speisenfolgen und dennoch hohe Qualität erwarten. Dieser Nachfrage sind wir nach langer Planung gefolgt." Das Ambiente sei "ganz speziell", doch die Gäste hätten es sehr geschätzt. In vielen Gesprächen mit der Kundschaft sei allerdings auch die Erkenntnis gereift, das Angebot einer Sterne-Gastronomie prinzipiell zu überdenken und zu überarbeiten, so Schreiber.

Schwer abzuschätzen sind die Folgen der Schließung für die Celler Spitzengastronomie. Der Endtenfang hat die lokale Szene maßgeblich geprägt. Beispiel Hütten: Nach Stationen in weiteren Sterne-Häusern übernahm er im Jahr 2000 den elterlichen Betrieb des "Allerkrug". Und er ist nicht der einzige Celler Spitzenkoch, der sein Handwerk im Endtenfang gelernt hat. Unter den anderen Häusern der gehobenen Gastronomie wie dem Postmeister von Hinüber, Köllners Landhaus und Martas gibt es mit dem Schapers und "Das Esszimmer" zwei weitere Restaurants, deren Inhaber Martin Ekl beziehungsweise Jan Hamers als Lehrlinge im Endtenfang begonnen haben.

"Wir haben in der Gastronomie riesengroße Nachwuchsprobleme. Koch will wegen der Arbeitszeiten am Abend ja keiner mehr werden", stellt Ekl fest und verweist darauf, dass der Endtenfang immer erstklassige Leute ausgebildet habe. Ernst Rissmann sieht das genauso. Er hatte als Vorgänger von Sobotka den Michelin-Stern quasi vorbereitet. "Im Endtenfang ist den Lehrlingen erstklassiges Allround-Wissen vermittelt worden. Viele Auszubildende haben später Spitzenpositionen im In- und Ausland bekleidet", weiß der ehemalige Celler Sterne-Koch und er fügt hinzu: „Wir alten Küchenchefs begreifen die Schließung nicht und finden das sehr traurig.“

Die Einstellung der Elternbriefe durch die Stadt haben sich die Celler Grünen anders vorgestellt. Zusammen mit dem letzten Exemplar, das im Dezember verschickt wurde, hat die Verwaltung erklärt, wo es Infos zur Erziehung gibt. Auch die Elternbriefe könnten weiterhin über den Herausgeber, den Arbeitskreis Neue Erziehung bezogen werden, allerdings kostenpflichtig. Ein Exemplar kostet 1,50 Euro, das gesamte Paket mit 46 Ausgaben ist für 69 Euro zu haben. Bernd Zobel, Fraktionsvorsitzender der Grünen: "Das hat die Verwaltung der Politik im Vorfeld so nicht erklärt."

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Schwierig sind die Mehrheitsverhältnisse nach der vergangenen Kommunalwahl im Celler Rat und den dazugehörigen Gremien. Empfehlungen aus den Ausschüssen haben manchmal nur bis zur nächsten Sitzung des Rates oder des Verwaltungsausschusses Gültigkeit, wo auch das genaue Gegenteil beschlossen werden kann. So dürfte es auch mit dem Antrag von WG und "Die Partei" zu einem Aufregerthema der vergangenen Wochen geschehen: der Terminvergabe im Bürgerbüro.

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