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Celle Ortsteile Flair der Karibik mitten in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Flair der Karibik mitten in Celle
19:07 31.07.2016
Das Jahresfest des Freibads Westercelle stand am Samstag unter dem Motto „Karibische Nacht“. Zahlreiche Strohhüte, Blumenketten und Jamaika-Mützen schmückten die Besucher. Quelle: Alex Sorokin
Westercelle

Vom „Fluch der Karibik“ konnte keine Rede sein beim Sommerfest des Freibads Westercelle am Samstag. Er stand lediglich Pate für die zahlreichen Piratenkostüme. Darüber hinaus wehte nicht nur die jamaikanische Flagge über der zum Festplatz umfunktionierten Liegewiese, sondern ein Hauch von Karibik.

„Karibische Nacht“ lautete das vom veranstaltenden Förderverein vorgegebene Motto. Hochwertige Preise lockten für das beste Kostüm. Aber ganz so leicht war das Thema anscheinend nicht umzusetzen, ein Großteil der rund 1300 Besucher erschien unverkleidet. Umso mehr stachen die zahlreichen Strohhüte, Blumenketten und Jamaika-Mützen ins Auge, mit denen die Gäste das Thema andeuteten und ein Bild entstehen ließen, das sich nahtlos einfügte in die Klänge der aus Darmstadt angereisten Steeldrum-Marchingband.

Die Stimmung musste gar nicht erst angeheizt werden – Musiker, DJs und das achtköpfige Organisationsteam trafen auf ein Publikum in Feierlaune. Der riesigen Freibad-Fete eilt ein Ruf voraus, der für einen regelrechten Run auf die limitierten Karten gesorgt hatte. Stammgast Wolfgang Novy ist im Partnerlook mit seinen drei Freunden erschienen. Zum Strohhut kombinieren sie Hemden in der klassischen Freibadfarbe Hellblau: „Hier sitzen viele nette Leute zusammen, die Spaß haben“, fasst er den Reiz der Veranstaltung in Worte, die Corinna Raddatz nur unterschreiben kann. „Das ist auch ein Heimspiel der Westerceller“, ergänzt sie.

Mancher hat sich einen Rasta-Zopf inklusive Perlen einflechten lassen. Weit größere Nachfrage herrscht allerdings nach karibischem Rumpunsch. „In den Gewürzen liegt das Geheimnis“, verrät Standbetreiber Ted Doblin, der einst mit Bob Marley in London Fußball spielte. Doblin könnte man als Experten für karibische Nächte bezeichnen. Er stammt aus Antigua. Die Fete macht ihm Spaß, aber in seiner Heimat ist alles noch bunter und die Musik viel lauter. „Da ist ganz viel Temperament und Bewegung, unterhalten kann man sich nicht, die Musik übertönt alles.“

Zur Halbzeit ist die Tanzfläche gesprengt, es muss auf die Rasenfläche ausgewichen werden. Allerdings wartet mit dem Limbo-Wettbewerb noch eine Steigerung. Mit der Suche nach der richtigen Haltung, um eine auf 1,10 Meter angebrachte Stange zu „untertanzen“, machte die Veranstaltung ihrem Motto einer „karibischen Nacht“ alle Ehre.

Von Anke Schlicht