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Celle Ortsteile Garßens Ortsbürgermeister Andreas Reimchen trotz Schulschließung optimistisch
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Garßens Ortsbürgermeister Andreas Reimchen trotz Schulschließung optimistisch
14:06 18.01.2018
Von Michael Ende
Ortsbürgermeister 2018: Andreas Reimchen in der geplanten Tempo 30-Zone vor der Grundschule Garßen Quelle: David Borghoff
Garßen

"Wir freuen uns, dass die Breitbandinitiative des Landkreises jetzt Fahrt aufnimmt", sagt Reimchen. Garßen gehöre ja mit zum künftigen Versorgungsgebiet: "Bald gehören bei uns digitale Steinzeit und Bambus-Leitungen hoffentlich der Vergangenheit an." Dazu benötige man als nächstes weitere Informationen über die Leistungen und Kosten des künftigen Pächters Vodafone: "Danach werden wir auch selbst alles daran setzen, in der Vorvermarktungsphase mindestens die nötigen 40 Prozent Interessenten zu finden."

Die Garßener hofften, dass in diesem Jahr endlich eine Tempo-30-Zone vor beiden Schulen an der Alvernschen Straße eingerichtet werde, so Reimchen. Anders als zuvor können seit 2016 vor Schulen und Kitas generell Tempo-30-Zonen eingerichtet werden: "Damit lässt sich die Verkehrssicherheit, vor allem für Kinder deutlich verbessern. Im Licht der Rechtsänderung habe ich bereits im Juni 2016 beantragt, eine Tempo-30-Zone einzurichten, zumindest im Straßenabschnitt zwischen neuem Feuerwehrhaus am Ortseingang und der Einmündung in den Koppelweg." Ideal wäre aus Reimchens Sicht eine Fortführung bis in den Kreuzungsbereich an der B 191: " Zumal dort ja in absehbarer Zeit ein weiterer Supermarkt errichtet werden soll, dessen Zu- und Abgangsverkehr zusätzliche Risiken für den Schulweg bringen wird."

Die geplante Schließung der Erich-Kästner-Förderschule (EKS) im Sommer mache ihn sehr traurig, so Reimchen: "Am 21. Juni findet dort – nach fast 46-jährigem Bestand – die allerletzte Entlassung statt." Erfreulich sei, dass der Gebäudekomplex anschließend gleich von der Lebenshilfe Celle umgebaut und weitergenutzt werde: "Deren heilpädagogischer Kindergarten Purzelbaum wird mit 56 Kindern voraussichtlich schon im August von Altencelle nach Garßen umziehen. Anfang 2019 folgt dann die Commenius-Schule mit insgesamt 70 Schülern. Wir freuen uns auf unsere neuen Nachbarn."

Für das Gemeinwesen unverzichtbar sei der Erhalt der Garßener Sporthalle, betont der Bürgermeister: "Dem Ortsrat Garßen ist es sehr wichtig, dass die Sporthalle auch nach Schließung der EKS von unserer Grundschule und unseren Vereinen, Verbänden und von der örtlichen Gemeinschaft genutzt werden kann. Alle Nutzergruppen warten schon seit Jahren auf eine verbindliche Anschlussregelung oder Aussagen von Stadt oder Landkreis, wie es ab Sommer 2018 mit der Sporthalle weitergehen wird."

Nach den Planungen der Stadtverwaltung solle der Spielplatz am „Alten Ziegeleiweg“ spätestens 2019 grundsaniert werden. Reimchen: "Dem Ortsrat schwebt eine generationsübergreifende Ausstattung vor. Unser Spielplatz als örtlicher Treffpunkt der Generationen – das wäre doch mal was! Was machbar sei, hängne von der Haushaltslage der Stadt ab: "Unsere Idee ist, schon jetzt – gemeinsam mit allen Garßenern – zu überlegen, was wir mit eigenem Engagement, also etwa Eigenleistungen, Eltern- und Spendenaktionen sowie Sponsoring, zum Gelingen beitragen können."

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