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Celle Ortsteile Geothermie auf Celler Allerinsel ist machbar
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Geothermie auf Celler Allerinsel ist machbar
17:29 17.01.2018
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Das Gutachten wurde von der Ingenieurgesellschaft Heidt + Peters mbH erstellt. Darin haben die Experten verschiedene Varianten geprüft. "Für die geplanten Wohnquartiere am Stadthafen liegen die zu erwartenden CO2-Emissionen bei einer geothermischen Energieversorgung um 90 Prozent unter der Emission eines vergleichbaren gasbetriebenen Blockheizkraftwerkes (BHKW). Dadurch lassen sich im Jahr rund 250 Tonnen CO2-Emissionen einsparen", teilt Wolfgang Genannt, Vorstandsmitglied von GeoEnergy, mit.

Grundlagen für dieses Ergebnis sei die Installation eines oberflächennahen Erdsondenfeldes mit einer Bohrtiefe von 100 bis 150 Metern. Ein noch größeres Potenzial biete die geothermische Wärmeerschließung durch eine mitteltiefe geothermische Bohrung (700 Meter). "Diese Variante liefert eine noch höhere Wärmeleistung als für den ersten Bauabschnitt gefordert. Gleichzeitig sind die Investitionskosten höher und der Realisierungszeitraum deutlich länger, so dass diese Alternative im Augenblick nicht wirtschaftlich zu betreiben wäre. Technisch, wirtschaftlich und genehmigungsrechtlich wird daher von der Studie die Realisierung einer oberflächennahen Lösung empfohlen", so Genannt.

Das Erdsondenfeld, das unter den Wohnblöcken eingerichtet werden soll – also vor deren Bau – sei allerdings mit Investitionskosten von 1,1 Millionen Euro etwa 500.000 Euro teurer als ein BHKW mit vergleichbarer Leistung. Genannt hofft trotzdem, dass die Geothermie auf der Allerinsel zum Zuge kommt. "Es gibt die Möglichkeit, Fördermittel vom Bund und vom Land einzuwerben. Außerdem könnte man durch einen Zuschuss aus dem Klimaschutzfonds der Stadt den wirtschaftlichen Anreiz für Investoren deutlich verbessern", sagt Genannt. Die weitere Differenz zum BHKW könnte man auch durch einen geringen Aufschlag auf den Kaufpreis der Wohnungen erwirtschaften.

"Die Realisierung dieses Projekts wäre ein Leuchtturm von landesweiter Bedeutung", ist sich Genannt sicher. Er hofft, dass auch die Celler Politik hinter dem Vorhaben steht. Um den Weg für die Umsetzung zu bereiten, seien Vertreter von GeoEnergy auch bereits dabei, Gespräche mit den Stadtwerken Celle und der SVO zu führen. Beide kämen als potenzielle Betreiber der geothermischen Anlagen in Betracht.

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