Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Celle Ortsteile Haacke Haus beantragt Insolvenz
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Haacke Haus beantragt Insolvenz
20:52 13.08.2018
Von Gunther Meinrenken
Quelle: David Borghoff
Anzeige
Celle

Diese Mitteilung deckt sich mit Recherchen der CZ, wonach sich das Team des Vertriebs im Haack-Musterhauspark Westercelle "fast komplett aufgelöst" haben soll. "Es gibt schlicht und einfach keine Leute mehr, die Aufträge entgegennehmen oder Angebote ausarbeiten können", heißt es aus Firmenkreisen. Viele der ursprünglich etwa zehn Mitarbeiter des Vertriebsteams hätten bereits neue Jobs. "Jeder, der ein vernünftiges Angebot bekommt, schlägt zu", so ein Angestellter, der nicht namentlich genannt werden möchte.

Der Musterhauspark in Westercelle bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Die sechs Haacke-Wohnhäuser, die dort stehen, können im Augenblick nicht besichtigt werden. "Beim Musterpark in Westercelle sind noch einige rechtliche Fragen ungeklärt, zudem sind die Flächen nicht Teil des Insolvenzverfahrens, so dass aus heutiger Sicht keine seriöse Aussage zu einer Wiedereröffnung getroffen werden kann", teilt Kampfenkel mit. So kann derzeit nur ein Musterhaus in Langenhagen besichtigt werden.

Anzeige

Die Häuser in dem Westerceller Musterpark gehören dem langjährigen ehemaligen Firmenchef Wolfgang Haacke. Insolvenzverwalter Willmer will die genauen Eigentumsverhältnisse allerdings prüfen lassen.

Wolfgang Haacke hatte vergangenes Jahr die Gesellschaft Haacke Haus an das Ehepaar Marlies und Ralf-Peter Kottke verkauft. Der neue Geschäftsführer Kottke ist nun nicht mehr Herr im eigenen Haus. Die Geschäftsführung bleibe zwar im Amt, doch "sämtliche Entscheidungen werden vom vorläufigen Insolvenzverwalter überprüft und freigegeben", erklärt Kampfenkel. Sprich von Willmer, der bei Haacke auch bereits bei der vorläufigen Eigenverwaltung als vorläufiger Sachverwalter tätig war.

Auf den Spezialisten für Insolvenzrecht und sein Team wartet jede Menge Arbeit. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die Suche nach einem Investor, der Haacke Haus übernehmen könnte. Interessenten – andere Unternehmen aus der Baubranche – gibt es, ein konkretes Angebot soll allerdings noch nicht vorliegen. Dazu Kampfenkel: "Der Investorenprozess ist noch nicht beendet, aber die Zeit für Gespräche hinsichtlich tragfähiger Perspektiven wird knapp. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind noch bis zum 31. August über das Insolvenzgeld abgesichert." Parallel zu Gesprächen mit potenziellen Investoren würden "mit Blick auf die Forderungen der Gläubiger die vergangenen Wochen, Monate und Jahre aufgearbeitet, um Ansprüche zu klären und gegebenenfalls geltend zu machen".