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Celle Ortsteile Komikerin Tahnee überzeugt in Celler CD-Kaserne mit gekonnter Bühnenshow
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Komikerin Tahnee überzeugt in Celler CD-Kaserne mit gekonnter Bühnenshow
18:03 04.06.2018
Quelle: Peter Bierschwale
Celle

Tahnee hat zwar durch zahlreiche TV-Auftritte schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht, dennoch war die Halle 16, die etwa 300 Besucher fasst, nur zur Hälfte gefüllt. Doch dieses Publikum war unglaublich begeistert.

In der deutschen Comedy-Szene sind weibliche Talente sehr rar, es fallen einem vielleicht zwei, drei Namen ein, mehr aber auch nicht. Doch so, wie Tahnee in der CD-Kaserne auftrat, wird es ihr nicht schwerfallen, für ihre nächsten Auftritte in Celle mehr Publikum zu gewinnen.

So souverän wie die 26-Jährige präsentieren sich selten Newcomer auf der Bühne. Sie benötigte keine großartigen Einspieler, keine Requisiten und kein irgendwo abgelegtes Manuskript, doch schon nach wenigen Minuten hatte sie ihr Publikum komplett hinter sich gebracht. Mit viel Selbstironie, Variabilität in der Stimme und gekonnten, raumgreifenden Gesten führte sie ihr Publikum durch das Programm, und die Zuschauer machten Lärm für zwei.

Gut, es kalauerte hier und da, und viele Gags spielten sich unter der Gürtellinie ab, aber das war ja angesichts des Programm-Titels wenig überraschend. Die Pointen spielten auch gar nicht so die Rolle, es war die Art, wie sie Tahnee auf die Bühne brachte: Knurrend, brüllend oder singend tobte und schwebte sie über die Bühne, stets hatte sie einen optischen oder akustischen Gag parat.

Sie sei ja noch nie in Celle gewesen, so die Künstlerin zu Beginn, und habe sich einmal die Namen der umliegenden Ortschaften angesehen. Man könne doch in einer Fleischerei mal ein paar „Bröckel“ von der „Uetze“ verlangen. Naja, da schien ihr wohl „Sülze“ durchgerutscht zu sein.

In der ersten Hälfte des Programms parodierte sie gekonnt die Reaktionen von Männern, Frauen und ihren Eltern, als sie sich als Lesbe geoutet habe. Die größte Sorge ihrer Mutter sei gewesen, sie könne das Komikerinnen-Urgestein und Overall-Trägerin Hella von Sinnen mit nach Hause bringen. Das war zwar alles recht lustig, aber irgendwann ist ein Thema auch aufgebraucht. Das hätte sie gestraffter bringen können.

Nach der Pause wird es interessanter: Der zweite Teil war dann thematisch abwechslungsreicher. So lästerte sie über englische Urlauber, die schon nach dem ersten Urlaubstag wie „gekochter Hummer auf dem Buffet“ aussehen würden, über dünne Models und Frauen, die ihre „Brüste aufpumpen“ würden: „Ich will nichts in den Brüsten haben, was die Badezimmerfugen zusammenhält!“

Ihren stärksten Auftritt hatte sie wohl in ihrer Rolle als „Kirmes-Ansager“. Mit Loups und viel Hall verbreitete sie Volksfest-Atmosphäre mit Sprüchen wie „Und ab geht die Post!“ Doch was passiere, wenn die Schausteller nach einem ganzen Arbeitstag ihre kleine Karussell-Bude verlassen würden: „Die können nicht mehr normal reden!“ Wie sich die Animations-Sprache der Schausteller auf deren Sexleben auswirken oder etwa bei einer Beerdigung negativ zeigen könnte, demonstrierte sie dann in marktschreierischer Kirmes-Manier: „Jetzt mal richtig letzte Runde hier!“

Von Peter Bierschwale

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