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Celle Ortsteile Mekka der Celler Bienenfreunde
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Mekka der Celler Bienenfreunde
16:02 21.01.2018
Thorsten Appler (rechts) probiert bei den Celler Imkertagen am Stand von Peter Everhard Steffens Imkerkleidung an. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

„Das Schwitzen in den Anzügen ist ein Problem im Sommer“, erläuterte Peter Everhard Steffens, der sich auf luftige Berufsbekleidung spezialisiert hat. Er war einer von 50 Ausstellern aus dem In- und Ausland, die von grundlegendem Zubehör über Heilmittel und Kosmetik aus dem Bienenstock bis zu Versicherungen eine breite Palette für die Besucher bereithielten. Diese setzen sich aus Profis und Freizeitimkern – weniger aus naturaufgeschlossenen „Normalbürgern“, die ebenfalls eingeladen waren – zusammen. „Das ist hier wirklich eine Fachmesse; man hofft, den einen oder anderen Trick mitzubekommen. Zehn Imker, elf Ansichten“, formulierte Christel Huber aus München ihre Einschätzung auf dem Weg zum Vortrag „Rationelle Betriebsweise, gesunde Völkerführung“.

Imkern liegt im Trend. Unter den Besuchern waren neben den professionellen Akteuren zahlreiche Hobby- und Nebenerwerbsimker anzutreffen, und unter diesen speziell solche, die erst kürzlich ihr Herz für das fliegende und summende Nutztier entdeckt haben. „Wir saßen im Garten, und keine einzige Biene war da“, benannte Katja Dietz aus Lehrte die Initialzündung für das neue Hobby. „Und wir suchten nach echten Bienenwachskerzen und fanden keine“, ergänzte Ehemann Oliver, der sich unter einer großen Auswahl von Begattungskästen umschaute. „Im Internet bekommt man ja alles, aber die Sachen anzugucken und vor allem anzufassen, das ist doch etwas anderes“, berichtete das Ehepaar, das den Reiz ihrer neuen Freizeitbeschäftigung mit „die Natur, die Biene an sich ist faszinierend“ beschrieb.

Einer der wenigen Laien auf der Fachmesse war Stephan Schimmelpfennig-Wiechell. Der Ingenieur erklärte Sohn Moriz am Anschauungsbeispiel, wie eine Etikettiermaschine funktioniert. „Die Maschinen interessieren mich“, sagte der Neunjährige und enttarnte seine Mutter mit dem nächsten Satz als Frau vom Fach: „Im Sommer habe ich alles mitgemacht, auch das Schleudern.“ Mutter Annika ist Umweltpädagogin und betreibt die Bienenzucht seit Kurzem als Hobby: „Den Kindern nahezubringen, wie unsere Nahrung mit Bienen im Zusammenhang steht, halte ich für sehr wichtig.“

Der Umweltgedanke spielt für viele Neu-Imker eine große Rolle. „Ein bisschen mehr zurück zur Natur und ein Miteinander von Landwirtschaft und Bienenzüchtern, das wäre schön“, warf Hobbyimkerin Tanja Dietsch aus Ehlershausen einen Blick in die Zukunft. Auch sie verwendete den Begriff „fasziniert“ für ihre Leidenschaft und fand sogar noch eine Steigerung: „Das ist ein ganz eigenes mit nichts anderem zu vergleichendes Gefühl, wenn ich bei meinen Bienen bin.“

Von Anke Schlicht

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