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Celle Ortsteile Noch keine Lösung für Veolia-Mitarbeiter
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Noch keine Lösung für Veolia-Mitarbeiter
17:55 26.01.2018
Von Gunther Meinrenken
Marvin Schorsch (rechts) und Felix Losch montieren eine Anlage am Celler Standort von Veolia Water Technologies Deutschland. Die Fertigung soll nach Spanien verlagert werden. Quelle: Ahrens+Steinbach Projekte f√ºr V
Celle

"Wir wollen niemanden in die Arbeitslosigkeit entlassen. Die Auszubildenden haben bereits einen neuen Ausbildungsplatz gefunden", erklärt der Celler Unternehmenssprecher Tobias Jungke. Er weist daraufhin, dass es gerade für junge Mitarbeiter sehr reizvoll sein könne, der Verlagerung der Montageabteilung nach Spanien zu folgen.

Für die anderen Mitarbeiter soll es bisher allerdings nur vereinzelt Lösungen geben, wie Betriebsratsvorsitzender Thomas Wiese feststellt. Mögliches Beschäftigungsfeld: "Die Geschäftsleitung versucht gerade, unsere Lieferanten im Umfeld so zu qualifizieren, dass sie selbst komplett die Anlagen zusammenbauen. Dort könnte dann ein Teil der jetzigen Belegschaft untergebracht werden."

Ob die Verlagerung der Fertigung klug sei, werde die Zukunft zeigen, äußert Wiese leise Zweifel an der Entscheidung. "Das ist eine Wundertüte, die man aufmacht", so der Betriebsratsvorsitzende. Veolia stehe beim Anlagenbau, von der Entsalzung bis zur Trinkwasseraufbereitung, für hohe Qualität. Wiese hofft, dass die gehalten werden kann, und der Beschluss nicht zu einer nachhaltigen Schädigung des guten Rufs von Veolia führt. Dabei ist dem Betriebsratsvorsitzenden durchaus klar, dass in dem Weltkonzern mit 174.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von an die 30 Milliarden Euro nicht unbedingt auf ihn gehört werde.

Den frei werdenden Raum wird der Celler Veolia-Ableger wahrscheinlich nutzen, um ein neues Verwaltungsgebäude auf dem jetzigen Betriebsgelände zu bauen. "Der genaue Standort steht allerdings noch nicht fest. Die Planung ist noch nicht abgeschlossen. Es ist alles noch im Fluss", teilt Jungke mit.

Die Stadt hatte Veolia auch die Allerinsel angeboten. "Das wäre verkehrlich nicht zu realisieren gewesen, es wäre zu aufwändig für unsere Mitarbeiter, mit dem Auto immer in die Innenstadt fahren zu müssen", so Jungke. Das neue Bürogebäude sei notwendig, weil die alte Immobilie in die Jahre gekommen sei und aus allen Nähten platze. Die Firma am Celler Standort wachse weiterhin. "Wir haben schon einen Behelfscontainer vor der Tür stehen. Außerdem brauchen wir Platz, um für unsere Teams moderne Arbeitsbedingungen zu schaffen", betont Jungke.

Sven Hütten kann sich noch gut an seine Anfänge als Koch erinnern. 1987 hat er seine Karriere begonnen, im Endtenfang, dem Spitzenrestaurant des Hotels Fürstenhof. "Es herrschte damals Lehrlingsarmut, wir mussten ganz schon hart arbeiten", sagt Hütten im Rückblick. Im gleichen Jahr erhielt Hüttens Lehrmeister Hans Sobotka zum ersten Mal einen Stern der berühmten Restauranttester vom Guide Michelin. Diese 30 Jahre lange Ära geht nun zu Ende. Der Endtenfang stellt den regulären Betrieb ein, der Stern wird sich nicht halten lassen. Hütten ist persönlich berührt: "Das ist ein großer Verlust für Celle, wirklich sehr schade."

Gunther Meinrenken 26.01.2018

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