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Celle Ortsteile Rio's-Stuhl findet Platz im Garten
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Rio's-Stuhl findet Platz im Garten
19:24 24.01.2018
Der Andrang war groß, als ein großer Teil des Rio‘s-Inventars unter den Hammer kam. Inhaber Oliver Müller nahm die Gebote entgegen. Ein Gast hatte sich extra für den Abend eine Bieterkelle gebastelt. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Unzählige Gäste waren gekommen, um sich das ein oder andere Erinnerungsstück an die Celler Kultkneipe mit nach Hause zu nehmen. „Wir freuen uns, dass die Sachen in gute Hände kommen“, sagte Müller, „aber so ganz leicht fällt uns das alles nicht.“

Am 31. Januar schließt das Rio's wegen des irgendwann bevorstehenden Ausbaus des Nordwalls für immer seine Türen. „Und wenn wir keine Kneipe mehr haben, brauchen wir auch kein Inventar mehr“, erklärte Betreiberin Dawn Doneck die Idee hinter der Versteigerung. „Außerdem möchte jeder ein Erinnerungsstück haben. Es gibt sogar Leute, die schon seit Wochen versuchen, uns vorher noch was abzukaufen. Das haben wir aber extra nicht gemacht – gleiches Recht für alle.“

Tische, Stühle, Barhocker, Leuchtreklame: Am Dienstagabend kam der erste Teil der Einrichtung unter den Hammer. Bevor es losging, gab es erst einmal eine Lokalrunde: „Saurer Apfel, passend zum Motto des Feelings“, so Müller leicht sarkastisch. „Wirklich ein herber Verlust“, fand Magdalena Glaser, „wir weinen schon seit Monaten, weil das Rio's schließt.“ Sie habe hier tolle Menschen kennengelernt, besondere Momente erlebt und sogar ein ganz besonderes erstes Date gehabt, verriet sie. „Am Rio's hängen einfach jede Menge Erinnerungen.“ Deswegen sei sie auch bereit, eine Menge Geld für ein Erinnerungsstück auszugeben, sagte die Cellerin. „Am liebsten hätte ich die Astra-Lampe und einen der Tische.“ Zunächst aber wurde es einer der beliebten Rio's-Outdoorstühle, den Glaser für 60 Euro ersteigerte. „Der kommt bei uns in den Garten“, freute sie sich.

Christopher Korte sicherte sich mehrere der schwarzen Stühle, auf denen wohl schon so mancher Rio's-Gast die Nacht durchgefeiert hat. „Die sind für Freunde von mir“, erzählte er, „die heute nicht hier sein können. Beide haben im Rio's quasi die Muttermilch gesaugt. Sie haben eine Werbeagentur hier in Celle, da werden die Stühle einen Platz finden.“ Korte hatte sich eigens für die Versteigerung eine Bieterkelle gebastelt, auf der die Worte „5 Euro mehr“ zu lesen waren – und sorgte damit für den ein oder anderen Lacher. „Ich wollte nicht so viel schreien“, erklärte er lakonisch.

Auch dieses Mal hatte Doneck wieder die Parole ausgeben: „Wer heult, muss in die Ecke.“ Die Traurigkeit der Gäste nehme einen emotional doch mit, gestand sie. „Aber dadurch, dass im Moment noch so viel zu tun ist, kann man sich ganz gut ablenken.“ Pläne für die unmittelbare Zukunft haben die ab kommenden Donnerstag ehemaligen Rio's-Betreiber aber noch nicht. „Wir werden uns erstmal ein paar Monate nehmen und uns in Ruhe überlegen, was wir tun“, so Doneck. „Es wäre fatal, sich vorschnell irgendwas auszudenken und dann in die falsche Richtung zu laufen.“

Von Christina Matthies

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