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Celle Ortsteile „Schule zwischen Goethe und Google“: Celler Hölty-Gymnasium entlässt Abiturienten
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile „Schule zwischen Goethe und Google“: Celler Hölty-Gymnasium entlässt Abiturienten
14:55 25.06.2018
Aaron Gutzeit (Durchschnitt 1,3) und Carolin Becker (Durchschnitt 1,4) wurden als beste Abiturienten am Hölty-Gymnasium von Schulleiterin Monika Nerreter verabschiedet. Quelle: Birgit Stephani
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Celle

"Und die Welt wird sich weiter verändern", ist sich Schulleiterin Monika Nerreter sicher. Sie glaubt aber auch fest daran, dass die Schule das Bestmögliche getan habe, um Menschen, die einst als Kinder zum Hölty kamen und heute als junge, mündige Erwachsene entlassen werden, darauf vorzubereiten.

Für Nerreter war die Entlassungsfeier der Abiturienten eine ganz besondere: "Dieser Jahrgang war der erste, den ich damals einschulen durfte", sagte sie und musste die ein oder andere sentimentale Träne unterdrücken. "Ich bin stolz auf jeden Einzelnen von Ihnen."

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In einer stimmungsvollen Abschlussfeier wurden die Abiturienten verabschiedet. Nicht fehlen durfte dabei der Einmarsch der erfolgreichen Absolventen. Zu den Klängen von Europes "Final Countdown" und dem Applaus der anwesenden Eltern und Freunde bezogen die Abiturienten ihre Plätze in den vorderen Reihen der Mensa. Einige von ihnen wechselten jedoch sogleich auf die Bühne, wo schon die Mitglieder der Bigband auf ihren Auftritt warteten. Als Teil dieser Band durften sie sich ihr eigenes Abschiedskonzert geben. "Swing Machine" und "Day Tripper" sorgten noch einmal für Jubel bei den Abiturienten und ihren Familien, wohl wissend, dass einige der Musiker demnächst nicht mehr Teil der Band sein werden.

Auch wenn etwas Abschiedsschmerz in dem Tag lag, so überwog doch die Freude über das bestandene Abitur. Ein Moment, an den sich auch noch gut die erinnern konnten, die vor 25 beziehungsweise 50 Jahren ihr Abitur am Hölty-Gymnasium gemacht haben. Als Silberne und Goldene Abiturienten waren sie Teil der Feier und ermutigten ihre Nachfolger, ihren Weg zu gehen.

"Ein Traum ist ein Traum, aber ein Ziel ist ein Traum mit Termin". So sagte es einst schon Harvey Mackay und so stand es anlässlich der Abschlussfeier auch auf dem Programm gedruckt. "Junge Menschen haben einst ihre Nische zur Eigeninitiative gesucht und sie letztlich während ihrer Schulzeit gefunden", sagte Nerreter, erinnerte gleichzeitig aber daran, dass nicht jeder unbedingt den direkten Weg gegangen sei. Auch für die Lehrer sei es immer wieder spannend, welche Persönlichkeiten ihre gymnasiale Laufbahn an der Schule starten und was letztlich herauskomme. "Schule zwischen Goethe und Google", so bezeichnete sie die Anforderungen, die in der heutigen Zeit an junge Menschen gestellt werden.

Von Birgit Stephani

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