Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Celle Ortsteile „Tsellis“: Stadt soll „in Pötte kommen“
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile „Tsellis“: Stadt soll „in Pötte kommen“
13:55 13.06.2010
Von Michael Ende
Anzeige
Altencelle

Amei Wiegel (SPD, Mitglied im Ortsrat Altencelle, ist sauer. Der zaghafte Umgang der Stadtverwaltung mit der versunkenen Stadt „Tsellis“ geht ihr gegen den Strich: „Im Februar tagt der Ortsrat Altencelle – dann muss ein wenig mehr berichtet werden, als von den Plänen zu einer Interessenbekundungskonferenz.“

„Als stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion war ich beim November-Gespräch mit dem Staatssekretär in Hannover dabei“, so Wiegel: „Dort sind konkrete Schritte vereinbart worden, Warum ist davon noch so wenig umgesetzt? Ich bin enttäuscht, dass weder der Stadtbaurat noch Altencelles Ortsbürgermeister Otto Stumpf sich bisher so wenig gekümmert haben. Ich hatte einen kürzeren Draht zwischen den beiden vorausgesetzt. Es reicht nicht, bei solchen Treffen starke Worte zu formulieren, und dann ist Ruhe im Gebüsch“.

Anzeige

Wiegel berichtet, dass in dem Gespräch vom zuständigen Ministerium sehr wohl Unterstützung und Förderung zugesagt wurden. Im ersten Schritt seien mit der Straßenbauverwaltung ihre Initiativen abzusprechen, weil Teile der zu untersuchenden „Tsellis“-Fläche die Baumaßnahmen für die B3-Ostumgehung tangierten und somit von ihr zu bearbeiten seien.

Zum anderen aber seien baldmöglichst Vereinbarungen zu treffen, wie Bezirksarchäologie und Fachleute aus der Wissenschaft kooperieren könnten, so Wiegel: „Zum Beispiel eignen sich nicht alle Bereiche, die ausgegraben werden sollen, für Voruntersuchungen der bisherigen Art. Weil es an manchen Stellen zu feucht ist, bringen die bisher benutzten geomagnetischen Methoden nicht das gewünschte Ergebnis.“ Hier müsse schnell gehandelt und nach Lösungen gesucht werden: „Nach den notwendigen Erforschungen im Vorfeld könne ein Konzept erarbeitet werden, bei dem die Archäologen des Landes mit Wissenschaftlern aus den Universitäten zusammenarbeiten. „Das war die Absprache und ich hoffe, da kommt jetzt Tempo in das Thema.“

CDU-Fraktionsvorsitzender Heiko Gevers ist gleicher Meinung: „Ich gehe davon aus, dass eine Landesförderung funktionieren könnte, wenn wir eine besonderen Forschungsansatz finden – etwa die Frage, wie genau Tsellis untergegangen ist.“ Ein entsprechender Förderantrag müsste dem Land bis November vorgelegt werden.