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Celle Ortsteile Verwirrende Ampelschaltung in Celle bleibt
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Verwirrende Ampelschaltung in Celle bleibt
17:17 27.03.2018
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Hintergrund der Aktion: "Zuvor wurden die Radfahrer an den abgesetzten Fuhrten zusammen mit den Fußgängern über die Straße geführt. Das ist allerdings unfallträchtig", erklärt Celles Verkehrsplaner Jörg Frohnert. Daher habe man an der Kreuzung separate Übergangsfuhrten für Radfahrer und Fußgänger geschaffen. Außerdem gelte seit dem vergangenen Jahr: Radfahrer sollen sich beim Überqueren einer Straße nicht mehr am Ampelsignal für Fußgänger orientieren, sondern an dem für Autos. Doch genau an diesem Punkt funktionieren die von der Stadt eingeführten Änderungen so gut wie gar nicht.

Das zeigt sich vor allem beim mittäglichen Schülerverkehr. Die mit Abstand meisten Schüler benutzen die sichere Fahrradstraße, um vom Schulzentrum Burgstraße bis zur Kreuzung zu kommen. Dort teilen sie sich in die verschiedenen Richtungen auf. "Wer in Richtung kleine Burgstraße möchte, sollte eigentlich auf die Straße wechseln", erläutert Frohnert. Das macht allerdings so gut wie keiner. Stattdessen stellen sich die fahrradfahrenden Schüler an die Ampeln und fahren über die Straße, wenn die Fußgänger Grün bekommen, denn das Signal für die Autofahrer können sie gar nicht sehen.

Bei der Stadt hat man mittlerweile durchaus registriert, dass es nicht so rund läuft, wie man es sich am Reißbrett ausgedacht hatte. "Wenn Schüler in großen Pulks kommen, reicht die Aufstellfläche nicht aus", hat auch Frohnert festgestellt. Er möchte nachbessern. Etwa durch ein Hinweisschild, dass die Radler am Ende der Fahrradstraße auf die Straße fahren sollen.

Die größte Kritik entzündet sich allerdings nach wie vor an der gesonderten Ampelschaltung, mit der Radler nun beim Abbiegen um die Kreuzung geführt werden. Dazu sind extra vier kleine Lichtsignalanlagen mit Fahrradsymbol und einem Pfeil angebracht worden. Doch: "Den Radfahrern werden teilweise unterschiedliche Grünsignale angezeigt. Das trägt nicht zur Sicherheit bei. Eine Verbesserung kann ich nicht erkennen", befindet Tim Übermuth, Ortsbürgermeister der Blumlage, dem sich "die Logik der Ampelschaltung nicht erschließt".

Übermuth würde die Fahrradampeln am liebsten wieder zurückbauen lassen, wenn denn die städtischen Finanzen nicht so klamm wären. Auf jeden Fall möchte er eine Ausweitung der geänderten Verkehrsführung mit verwirrender Ampelschaltung auf andere Kreuzungen verhindern. So sei ihm zu Ohren gekommen, dass die Stadt etwa den Knoten Harburger Straße/John-Busch-Straße im Auge habe. Doch davon ist bei Frohnert nicht die Rede. "Vorgesehen ist dieses Jahr der Rückbau von abgesetzten Fahrradfuhrten an der 77er Straße/Burgstraße und St.-Georg-Garten/B214."

Die CZ hat als „Umschlagplatz für Nachrichten“ ganz besonders mit „Fake News“ und alternativen Fakten zu tun, meint Uwe Schmidt-Seffers. Deshalb hatte der Nienhäger Pastor dem evangelischen Kirchenkreis vorgeschlagen, die Cellesche Zeitung bei den Passionsandachten „Wunde Punkte“ aufzunehmen. Am Montag war es dann so weit: Die Andachtsreihe startete mit gut 100 Teilnehmern im Innenhof des Verlagsgebäudes an der Bahnhofstraße.

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Nachdem der Celler SPD-Fraktionsvorsitzende Patrick Brammer sich bereits in der jüngsten Ratssitzung für den Erhalt der Haesler-Siedlung am Blumläger Feld stark gemacht hat, legt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Dietrich Burggraf jetzt argumentativ nach. "Die Häuser am Blumläger Feld müssen grundlegend saniert werden und deshalb muss diese Siedlung gerettet werden. Denn diese Haesler-Bauten und Haesler-Siedlungen bilden architektonisch das demokratisch-soziale Gegenüber zum fürstlich-obrigkeitsstaatlichen Schloss und zur mittelalterlich-ständischen Ordnung der Altstadt", findet Burggraf.

Gunther Meinrenken 26.03.2018

"Wir laufen hier nicht im Büßergewand durch die Gegend", sagt Andreas Holzapfel. Die Laune bei dem Celler ist gut. Er hat mit zwölf Mitstreitern am Sonntagvormittag Winsen erreicht. Die letzte Etappe auf dem Weg zum sowjetischen Soldatenfriedhof in Hörsten steht bevor. "Ich laufe seit vielen Jahren mit", sagt Andreas Holzapfel. Seine Gründe variieren von Jahr zu Jahr. Mal steht die sportliche Herausforderung im Vordergrund, mal ist es der Einstieg in die Karwoche. Und natürlich das Andenken an die Menschen, die auf diesem Weg im April 1945 auf den Todesmärschen ins KZ Bergen-Belsen getrieben wurden.

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