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Celle Stadt Festwoche in Congress Union eröffnet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Festwoche in Congress Union eröffnet
16:31 09.09.2019
Von Svenja Gajek
Die Jubiläumswoche zu 150 Jahren HBG wurde in der Congress Union mit einem Festakt eröffnet. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Er hatte damals einen Entschuldigungsbrief an eine Lehrerin nur mit dem einzelnen Wort "Entschuldigung" geschrieben. Oberbürgermeister Jörg Nigge zitierte gestern in der Congress Union aus der Zeitung seines Abitur-Jahrganges von 1993 am Hermann-Billung-Gymnasium (HBG). Nigge war einer von fünf Laudatoren, die beim Festakt zur Eröffnung der Jubiläumswoche anlässlich der Feier von 150 Jahren HBG in der Congress Union zu einigen Hundert Zuhörern sprachen. Neben vielen Anekdoten gab es vor allem anerkennende Worte zum Angebot außerhalb des Unterrichts.

Gymnasium zwischen Tradition und Fortschritt

Schulleiter Mirko Truscelli begrüßte das Publikum, welches aus Schülern, Eltern, Ehemaligen und weiteren Ehrengästen bestand. Truscelli ist seit 2012 Schulleiter am HBG und nach wie vor beeindruckt von der Tradition, welche diese Schule mit sich bringt: "Dies ist mir immer wieder bewusst geworden bei Treffen von Ehemaligen, die vor mehr als fünfzig Jahren ihr Abitur am HBG gemacht haben." Besonders stellte Truscelli die Leistungen des Gymnasiums in den Bereichen Spanisch als zweite Fremdsprache, bilingualer Geschichtsunterricht und "MINT" (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) heraus.

Als seine Aufgabe bezeichnete der Schulleiter das Schaffen von Möglichkeiten, damit Schüler und Kollegen ihre Ideen umsetzen können. Schule müsse immer ein lebendiges System sein, denn "in einer sich täglich verändernden Welt bedeutet Stillstand Rückschritt."

Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge hat 1993 am Hermann-Billung-Gymnasium Abitur gemacht. Quelle: Oliver Knoblich

Bernd Ostermeyer, Schulleiter des KAV, lobt HBG

Bernd Ostermeyer, Schulleiter des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasiums (KAV), referierte über die erfolgreiche Zusammenarbeit beider Schulen. Dabei betonte er die Auszeichnung von HBG und KAV 2015 als "Leuchtturmschulen", die sich um Maßnahmen zur Berufsorientierung bemühen. "Gemeinsam lässt sich die Leuchtweite verdoppeln", scherzte Ostermeyer. Zudem verwies er auf die Bedeutung von weiteren bildungsfernen Angeboten, die Schülern Orientierung bei der heutigen Flut von Informationen geben. Er warnte vor der Absenkung des Niveaus an Gymnasien als falsch verstandene Chancengleichheit: "Wenn wir alle das Abitur haben, hat keiner das Abitur."

"Schule muss Anreize bieten, sich zu engagieren"

Truscellis Vorgänger Horst Reichel und Rudolf Hartmann erinnerten sich an ihre Zeit als Schulleiter. Reichel lobte das damalige Kollegium für seine Einsatzbereitschaft auch außerhalb der Unterrichtszeiten: "Schule muss Anreize bieten, sich zu engagieren." So seien in den 80er und 90er Jahren bereits bis zu 20 verschiedene Arbeitsgemeinschaften und Projekte angeboten worden. Sein Nachfolger Hartmann verglich das HBG mit einem Baum, "der stärker wird, wenn er dem Sturm ausgesetzt ist", und verwies damit auf die vielen Widersprüche, die eine Schule vereinen müsse – wie dem Fortschritt folgen und gleichzeitig die Tradition nicht vernachlässigen.

Nigge ist dankbar für seine Zeit am HBG: "Diese Schule bildet Menschen aus und keine Wissensmaschinen." Das Gymnasium habe die Persönlichkeit aus ihm gemacht, die er heute ist.

Birgit Witschel ist die neue Formularlotsin der Freiwilligenagentur Kellu und hilft Cellern beim Ausfüllen von Formularen.

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