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Celle Stadt 23-Uhr-Sperrstunde für die City
Celle Aus der Stadt Celle Stadt 23-Uhr-Sperrstunde für die City
12:41 06.09.2018
Von Michael Ende
Vor Kneipen wie dem M One soll man künftig bis 23 Uhr draußen sitzen dürfen. Quelle: Oliver Knoblich
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Für Gastronomen, die seit dem Jahr 2012 ihre Kneipe eröffnet haben, bedeutet dies die Möglichkeit für eine einstündige Verlängerung ihrer Außen-Öffnungszeiten.

Ursprünglich hatte die Verwaltung diese "Harmonisierung" der Außen-Sperrzeit ohne die Beteiligung des Fachausschusses einfach per Ratsbeschluss durchziehen wollen. So plante man Betrieben wie etwa dem M One auf dem Großen Plan, das mit Anwohnerbeschwerden zu kämpfen hat, schnell rechtliche Rückendeckung verschaffen. Doch im Stadtrat trat die Politik aufs Bremspedal und bestand auf einer vorherigen Diskussion im Ausschuss sowie auf die Einbindung sämtlicher Ortsräte. Das wird dauern. Die Folge: In dieser Draußen-Saison dürfte die neue Regelung kaum noch eine Rolle spielen. Eine Ratsentscheidung allein für die Altstadt ist jetzt für Ende September geplant.

"Schade, dass wir so einen Monat verloren haben", sagte Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU). Er wurde von Oliver Müller (BSG) scharf kritisiert, weil die Stadt bereits vor der jüngsten Ratssitzung per Facebook verbreitet hatte, dass die Sperrstunden-Ausweitung beschlossene Sache sei. Müller: "Es kann doch nicht sein, dass eine Stadtverwaltung das Ergebnis einer Ratssitzung präsentiert, bevor diese überhaupt angefangen hat. Ich glaub' mein Schwein pfeift." Nigge erwiderte, dass man lediglich auf andere Facebook-Posts zu diesem Thema reagieren wollte.

Der ehemalige Rio's-Kneipier Müller formulierte eine Idee, die ihn seit längerer Zeit umtreibt. "Wir könnten noch viel weiter gehen, als uns nur über Sperrzeiten zu unterhalten. Vielleicht sollten wir uns mal eine Straße oder ein Quartier aussuchen, wo künftig Nachtleben noch möglicher ist. So ein Nachtleben strahlt ja auch eine gewisse Urbanität aus", sagte Müller, der vielleicht noch einen alten Rio's-Slogan im Hinterkopf hatte: "Wo Celle zur Stadt wird." Als künftige Szenetreffs könnte sich Müller die Schuhstraße und den Großen Plan vorstellen: "Vielleicht auch mit einem Nachtbürgermeister wie etwa in Amsterdam, der sich um mögliche Konflikte kümmert. Dann muss das nicht der Dr. Nigge persönlich machen."

Die Weichen Richtung Außen-Sperrzeit 23 Uhr für die City sind gestellt. Wie es mit dem Rest der Stadt aussieht, soll später zusammen mit allen Ortsräten geklärt werden.

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