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45.412 Unterschriften für mehr Artenvielfalt gesammelt

13:36 20.08.2020
Von Andreas Ziesemer
Die Initiatoren freuen sich über 45.412 gültige Unterschriften: (von links) Anne Kura, Holger Buschmann, Hanso Janßen und Klaus Ahrens.
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Celle

Das Volksbegehren für mehr Artenvielfalt in Niedersachsen hat die erste Hürde locker genommen. „In den vergangenen knapp acht Wochen seit Beginn des Unterschriftensammelns haben bereits rund doppelt so viele Menschen das Volksbegehren unterschrieben, wie es in der ersten Runde erforderlich ist: Das ist großartig und wir danken allen, die dazu beigetragen haben!“ sagt Volksbegehren-Initiator Klaus Ahrens aus Müden.

Mit Volldampf in die zweite Runde

45.412 gültige Unterschriften hat die Landeswahlleiterin bis zum 1. August gemeldet. 25.000 Unterschriften braucht es, um den Antrag auf Feststellung der Zulässigkeit zu stellen. „Das Landesgesetz gibt uns hierfür Zeit bis zum 13. November. Diese Zeit nehmen wir uns, schließlich haben wir gerade erst angefangen und sind durch Corona beim Sammeln eingeschränkt. Hunderte ehrenamtlich Aktive in ganz Niedersachsen setzen sich dennoch jeden Tag sehr engagiert für das Volksbegehren ein: auf Marktplätzen und in Fußgängerzonen, in Städten und auf dem Land. Jetzt geht es mit Volldampf in die zweite Runde: Wir sammeln weiter Unterschriften für ein erfolgreiches Volksbegehren und für besseren Artenschutz in Niedersachsen“, so Ahrens, der zugleich Vizepräsident der Deutschen Berufs- und Erwerbsimker ist. „Denn nur mit dem Volksbegehren können wir echte Verbesserungen für den Artenschutz in Niedersachsen erreichen.“

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Ahrens freut, dass sich die Wahlkreise Bergen und Celle im Landesvergleich im vorderen Drittel positionieren konnten. Um den Stand beizubehalten, würden aber noch viele Stimmen aus der Region benötigt.

Einsatz für mehr Artenschutz

Wem die Natur und ein besserer Tier- und Pflanzenschutz in Niedersachsen am Herzen liege, und wer noch nicht unterschrieben habe, könne sich jetzt mit der Unterschrift unter das Volksbegehren ganz konkret für mehr Artenschutz einsetzen: „Für mehr Lebensraum und Nahrung für Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, für das Überleben der Wiesenvögel wie Kiebitz und Feldlerche und dafür, dass Naturschutzgebiete pestizidfrei und Uferzonen an Gewässern besser geschützt werden“, sagt Ahrens. Damit es zu einer Abstimmung im niedersächsischen Landtag über das Gesetz kommt, braucht es insgesamt rund 610.000 Unterschriften für das Volksbegehren, die bislang gesammelten Unterschriften zählen dabei mit. Lehnt der Landtag das Gesetz ab, folgt ein Volksentscheid.

20.08.2020
Gunther Meinrenken 20.08.2020