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AKH Celle öffnet sich nach Coronapause wieder für Besucher

16:42 25.05.2020
Von Andreas Babel
Das Celler AKH darf jetzt wieder von mehr Besuchern betreten werden. Quelle: Oliver Knoblich
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Celle

Während der Hochphase der Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen galt auch in den beiden Krankenhäusern der AKH-Gruppe in Celle und Peine zum Schutz der Patienten sowie der Mitarbeiter ein striktes Besuchsverbot. Die Regelungen waren von der Landesregierung in Hannover vorgegeben worden, sie wurden nun vom zuständigen Ministerium an das aktuelle Infektionsgeschehen angepasst und damit etwas gelockert.

Nur eine Besucher gleichzeitig

Demnach gilt auch für das Allgemeine Krankenhaus Celle und für das Klinikum Peine, dass jeder Patient Besuch von einer Person gleichzeitig bekommen darf. Der Besuch darf „wechseln“, es muss also nicht stets die gleiche Person sein, jedoch eben nur ein Besucher gleichzeitig pro Person.

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Covid-Bereiche sind abgetrennt

So sind die Covid-Bereiche in beiden Kliniken strikt vom übrigen Klinikgeschehen getrennt, außerdem kontrolliert ein Sicherheitsdienst den Zugang zum Klinikum.

Namen müssen erfasst werden

„Nach der Verordnung der Landesregierung haben die Besucher beim Betreten des jeweiligen Krankenhauses ihren Namen, Vornamen, vollständige Adresse und Telefonnummer zu hinterlegen“, unterstreicht AKH-Sprecher Tobias Mull. Diese Daten, ferner den Zeitpunkt des Betretens und des Verlassens des Klinikums und den Namen des besuchten Patienten, werden nach einem Monat gelöscht. „Mit den Daten sollen im Fall der Fälle Infektionsketten nachvollzogen werden können“, erläutert der AKH-Sprecher. Sollten sich Personen weigern, diese Daten anzugeben, wird ihnen der Zutritt zum Klinikum verwehrt. Der Zutritt zu den beiden Krankenhäusern ist zudem nur mit einem Mund-Nasen-Schutz erlaubt.

Mehr Besucher für Neugeborene und Sterbende

Im AKH Celle sind Besuche durch werdende Väter und durch Väter von Neugeborenen möglich, ebenfalls sind Besuche durch (beide) Eltern (gleichzeitig) und Sorgeberechtigte von Kindern unter 14 Jahren gestattet. Ebenfalls besucht werden dürfen palliativmedizinisch versorgte Patienten, bei denen der Sterbeprozess eingesetzt hat. Dabei gibt es keine gesetzliche Obergrenze an Besuchern, dieser Personenkreis kann außerdem auch durch ambulante Hospizdienste besucht werden.

Für amtliche Besucher gibt es weitere Ausnahmen

Außerdem dürfen nach wie vor folgende Personengruppen Patientinnen und Patienten besuchen: Gerichtlich bestellte Betreuer, Richter in Betreuungsangelegenheiten, Mitarbeiter von Betreuungsstellen, Verfahrenspfleger, Lehrkräfte für den Krankenhausunterricht, Urkundspersonen, Rechtsanwälte sowie Geistliche und Seelsorger. Unabhängig vom konkreten Patienten ist das dienstlich veranlasste Betreten durch Personen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, mithin insbesondere Angehörige von Polizei, Justiz, Zoll, Feuerwehr, Rettungsdienst, Gesundheits-, Gewerbeaufsichts-, Jugend- oder Ordnungsamt, Betreibern von Rettungshubschrauberdiensten ferner das dienstliche Betreten Angehöriger privater Krankentransportdienste im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung ebenfalls zulässig.

Wer nichts ins AKH hineindarf

Wie bislang gilt auch weiterhin, dass die Betretungsmöglichkeiten nicht für Personen gelten, die an Symptomen einer Erkältung beziehungsweise eines grippalen Infekts leiden, ferner nicht für Kontaktpersonen von Menschen, die sich in Quarantäne befinden. Vorstehender Personenkreis darf daher ausnahmslos das Klinikum als Besucher nicht betreten. Der Sicherheitsdienst ist deshalb angehalten, die Besucherinnen und Besucher vor dem Zutritt ins Klinikum nach ihrem Gesundheitszustand zu fragen.

Man hält sich strikt an die Vorgaben der Landesregierung

„An beiden Klinikstandorten wird sich die AKH-Gruppe strikt an diese Vorgaben der Landesregierung halten. Wir bitten deshalb um Verständnis, wenn es im Vorfeld der Patientenbesuche wegen der Datenerhebung zu Verzögerungen kommen kann. Vor allem in diesem Falle sollten die derzeit geltenden Abstands- und Hygieneregelungen unbedingt eingehalten werden“, so Mull abschließend.

Christoph Zimmer 25.05.2020
Benjamin Behrens 25.05.2020
Andreas Babel 25.05.2020