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Celle Stadt AKH: Optimierung ohne Sommerpause
Celle Aus der Stadt Celle Stadt AKH: Optimierung ohne Sommerpause
18:00 29.07.2011
Von Gunther Meinrenken
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Celle Stadt

Stärken und Schwächen haben die Mitarbeiter von Roland Berger in den vergangenen Wochen in der AKH-Gruppe herausgearbeitet, die finanzielle Situation auf den Prüfstand gestellt und schon erste Projekte auf den Weg gebracht. Zwischenergebnis der Wirtschaftsexperten: Die AKH-Gruppe steht vor großen Herausforderungen, die aber zu meistern sind.

Ziel aller Bestrebungen sei es, wie Vorstandssprecher Stephan Judick betonte, die Eigenständigkeit des Hauses zu erhalten. Doch dafür muss das wirtschaftliche Ergebnis deutlich besser werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte die AKH-Gruppe einen Verlust von 5,6 Millionen Euro verschmerzen müssen, für 2011 soll es nach CZ-Informationen kaum besser aussehen. Mittelfristig, so die Einschätzung von Roland Berger, muss das Ergebnis bis 2015 insgesamt um etwa 20 Millionen Euro verbessert werden, um auch die dringend notwendigen Investitionen aus eigener Kraft stemmen zu können.

Judick sorgt sich dabei auch um die Außenwirkung, die von der jetzigen Situation ausgeht. „Niedergelassene Ärzte haben uns berichtet, dass in Einzelfällen Patienten ihnen gesagt hätten, dass sie lieber nicht ins AKH wollten, weil das Haus angeblich kein Geld mehr habe. So stellt sich die Lage natürlich nicht dar. Es gibt keine Einschränkungen in der medizinischen Qualität, die optimale Versorgung der Patienten steht bei uns im Mittelpunkt aller Bemühungen“, sagte Judick.

Intensiv will man jetzt an den ersten Projekten weiter arbeiten. Dazu gehören die Optimierung des ärztlichen Dienstes und des Pflegedienstes in Peine und Celle, die Optimierung der der nicht-medizinischen Dienstleistungen, Verbesserungen in der Zentralen Notaufnahme und ein neues Nutzungskonzept für das St. Josef-Stift. „Allein die Unterhaltung des Altbaus kostet uns 500.000 Euro im Jahr“, erklärte Judick.

Bereits beschlossene Sache sind die Veränderungen in der Notaufnahme des AKH. Hier fehlte es in der Vergangenheit an genügend Behandlungsräumen. Die vorhandenen neun Untersuchungszimmer sollen um vier bis acht Räume aufgestockt werden. „Zudem wollen wir das Personal so einsetzen, dass zu den Zeiten des stärksten Ansturms auch entsprechend viele Mitarbeiter in der Notaufnahme arbeiten“, sagte Roland Berger-Projektmanager Christian Raible.