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Celle Stadt Afghanischer Junge kann wieder lachen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Afghanischer Junge kann wieder lachen
13:52 13.06.2010
Bald darf Fraidoon wieder zu seiner Familie nach Hause: AKH-Ärzte retteten das Bein des kleinen Jungen aus Afghanistan Quelle: Janine Jakubik
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„Als Fraidoon vom Friedensdorf aus Afghanistan zu uns nach Celle vermittelt worden ist, war sein Sprunggelenk stark vereitert. Die drastische Folge war eine Knochenentzündung, die sogar so weit fortgeschritten war, dass der Eiter, der sich in einer sogenannten Fistel durch die Haut ausfloss. Schnelles Handeln war in diesem Fall enorm wichtig, damit der Junge sein Bein nicht verliert“, sagt Dr. Georg Rieger, Mitarbeiter der Unfallchirurgie im AKH.

Um eine Amputation zu vermeiden, musste der kleine Junge mit den großen braunen Augen und dem breiten ansteckenden Grinsen insgesamt sieben Mal operiert werden. Das Loch in der Haut, durch das der Eiter ausgeflossen ist, musste weiträumig herausgeschnitten werden. „Zusammen mit Kollegen aus der plastischen Chirurgie in Hannover musste dann ein Stück Muskel aus dem Unterschenkel herausgeschnitten und auf die Wunde am Sprunggelenk heruntergeschwenkt werden“, erklärt Rieger. Und bis jetzt ist die Behandlung erfolgreich verlaufen: Das Hauptloch ist verschlossen und die Knochenentzündung wird mit einem Antibiotikum behandelt, das gut anzuschlagen scheint.

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„Wir sind sehr zuversichtlich, dass Fraidoon bald wieder zu seinen Eltern nach Hause reisen kann. Das ist dann immer ein sehr emotionaler Moment. In den Monaten, die er hier bei uns verbracht hat, ist uns Fraidoon natürlich sehr ans Herz gewachsen. Wir haben viel mit ihm erlebt und dann fließen bestimmt auch ein paar Tränen, wenn er entlassen wird. Das ist ganz klar“, so Rieger.

Von Janine Jakubik