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Celle Stadt Versöhnung bei Gegen-Mahnwache von "Die Partei"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Versöhnung bei Gegen-Mahnwache von "Die Partei"
17:05 24.01.2020
Von Dagny Siebke
Anhänger von "Die Partei" haben bei einer Gegen-Mahnwache über "Fridays gegen Altersarmut" informiert:  Michael Lebenhagen, Dirk Gerlach und Finn Pätzold. Quelle: David Borghoff
Celle

Eine Handvoll Anhänger von "Die Partei" hat am Freitagnachmittag vor dem Alten Rathaus über die bundesweit agierende Organisation "Fridays gegen Altersarmut" informiert. Der Celler Günter Schulz war spontan auf den Zug aufgesprungen und hatte eine Mahnwache angemeldet, die er nach Lesen eines CZ-Artikels wieder abgesagt hatte. "Zwei Minuten später habe ich bei der Stadt Celle angerufen und alles rückgängig gemacht. Dafür wurde ich von der rechten Szene beschimpft und bedroht", erzählte er Dirk Gerlach gestern im Gespräch. Dabei hatte Schulz als Veranstalter schon 100 Euro für 2000 Flyer ausgegeben.

Dirk Gerlach und Günter Schulz sind bei der Gegen-Mahnwache von "Die Partei" vor dem Alten Rathaus über Altersarmut ins Gespräch gekommen. Quelle: Dagny Siebke

Gerlach drückt Schulz gegenüber seinen Respekt aus, so entschlossen gehandelt zu haben: "Schön, dass Sie sich hierher auf den Weg gemacht haben. Ihr Anliegen gegen Altersarmut finde ich grundsätzlich legitim und ich finde es toll, wie sie sich für die Bürgerinitiative 'Gemeinsam gegen einsam' engagieren."

So hatte Schulz für den 24. Dezember einen Bürger-Treff im Capito organisiert: "80 Besucher wären sonst zu Heiligabend alleine gewesen. Es wären bestimmt noch mehr gewesen, wenn sich noch mehr Menschen getraut hätten", sagte er.

Erster Bürger-Treff von "Gemeinsam gegen einsam" im Café Capito in der Celler Hattendorfstraße am 24.12.2019. Quelle: Oliver Knoblich

Günter Schulz hat weiterhin noch viele Ideen im Kopf. Für Samstag, 22. Februar, möchte er eine Karnevalsfeier im Capito veranstalten. Und auch beim Thema Altersarmut wird er nicht müde. Im März will er in eigener Regie eine Aktion von "Bürgern gegen Altersarmut" planen. Schulz betonte: "Altersarmut ist ein Thema, was nach vorne muss. Rentner haben nur eine kleine Lobby. Und jüngere Menschen wird es in 20 Jahren auch treffen."

Warum nicht schon früher gegen Altersarmut engagiert?

Dirk Gerlach bestärkte Schulz bei seinem Vorhaben. "Ihr Engagement ist aller Ehren wert. Doch dass die Rentenkasse nicht sicher ist, wusste man bereits, seitdem sich der Geburtenknick angekündigt hat. Bereits damals gab es viele Organisationen und Gewerkschaften, die sich dem Thema widmeten. Doch niemand hat sich dafür interessiert. Das Thema schien zu weit weg und man dachte: 'Es wird schon nicht so schlimm werden'." Nun sei es aber schlimm und ein Protest scheine gerechtfertigt. Erst recht, wenn einem dieser durch die Teilnahme einer Online-Bewegung wie "Fridays gegen Altersarmut" einfach gemacht werde.

"Doch diese Bewegung ist alles andere als harmlos und neutral, sondern nutzt Ihre berechtigten Sorgen nur aus, um sie für andere Zwecke zu missbrauchen", heißt es auf einem Flugblatt von "Die Partei".

"Gemeinsam gegen einsam"

Mehr Infos zur Bürgerinitiative "Gemeinsam gegen einsam" unter Telefon (0173) 7115715 oder per E-Mail an seni0rentreff@freenet.de

Spendenkonto
Gemeinsam gegen einsam, Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg Konto: 92036177 IBAN: DE52 2575 0001 0092 0361 77 BIC: NOLADE21CEL

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