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Celle Stadt Auf den Spuren von Celles Opernstar Heinrich Gudehus
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Auf den Spuren von Celles Opernstar Heinrich Gudehus
19:28 04.01.2018
Von Katharina Baumgartner
Celle Stadt

Die Liebe des 1842 in Altenhagen geborenen Gudehus galt schon früh der Musik – besonders dem Gesang – eine Gemeinsamkeit, die sein Biograf Fündeling mit ihm teilt. In seiner Veröffentlichung „Sieh, es lacht die Aue – Biographie des Königlich Sächsischen Kammersängers“ geht der 71-Jährige der Lebensgeschichte des Tenorsängers nach. Dabei reichert der gebürtige Celler seine Ergebnisse mit Quellen wie Briefwechsel und Konzertkritiken an, die es dem Leser ermöglichen, sich ein konkretes Bild von Gudehus' Stimmgewalt, Bühnenpräsenz, aber auch Charakter zu machen.

„Ich bin ein großer Opernfan“, sagt Fündeling, „wenn auch nicht unbedingt von Richard Wagner.“ War es doch aber der berühmte Komponist, der Gudehus mit seinem Engagement zu großem Erfolg verhalf. Ein Treffen mit Wagner notierte Gudehus mit den Worten: „In banger Erwartung ging ich zu ihm, in freudigster Erregung kehre ich heim. Der Meister hat mir die Rolle anvertraut.“ Schließlich wählte der Komponist den damals 40-jährigen Tenorsänger als einen der ersten beiden Sänger des uraufgeführten Bühnenspiels Parsifal der Bayreuther Festspiele aus.

Gudehus' Leben unterteilt Fündeling in verschiedene Stationen, beginnend mit seiner Herkunft, der Arbeit als Lehrer an der Höheren Töchterschule und dem Celler Gymnasium (das heutige KAV-Gymnasium und Ernestinum) und später in Goslar. Es folgten ein erstes Engagement an der Königlichen Hofoper in Berlin und Auftritte in den Opernhäusern in Dresden, Wien, London, Riga und New York.

Fündeling selbst hat schon in jungen Jahren zu Gudehus, der 1909 in Dresden gestorben ist, gefunden. Seine Mutter habe ihm eine alte Opernkritik gezeigt. Heinrich Gudehus' Gesang wurde darin ausdrücklich gelobt. „Das machte mich stutzig“, sagt der Jurist im Ruhestand, „denn mein Großvater hatte denselben Namen.“ Wie Fündeling erstaunt feststellte, war er mit Gudehus verwandt. Doch die Idee, eine Biografie zu schreiben, sei letztendlich erst entstanden, nachdem er das Archivmaterial des mittlerweile verstorbenen ehemaligen HBG-Lehrers Harald Müller erhalten hatte. Während der Arbeit an der Biografie kam es zu einem weiteren „Zufall“, wie Fündeling es nennt. „Ich habe eine weitere Verwandte kennengelernt – Eva-Maria Gudehus-Peschke, die Enkelin des Opernsängers“. Auch der mittlerweile 89-jährigen Gudehus-Peschke fühlt sich Fündeling verpflichtet, das Wirken ihres Großvaters publik zu machen. Auch nach dem Erscheinen seines Buchs hält er den Kontakt zu ihr.

Die Stimme seines berühmten Anverwandten hat Fündeling jedoch nie gehört. Eine Tonaufnahme habe der Opernsänger in New York aufgenommen, dieser sei jedoch über die Qualität der Aufzeichnung so entsetzt gewesen, dass er sie vernichten ließ, berichtet Fündeling. Dennoch hätte sich der 71-Jährige selbst gern vom Tenorgesang überzeugt, der in den Kritiken so überschwänglich gelobt wurde. Aber der Laatzener glaubt auch an die beeindruckende Wirkung, die nur auf der Bühne entsteht. Diese ließe sich nicht auf Tonträgern wiedergeben. „Musik ist für den Augenblick“, resümiert Fündeling. „Sie lebt vom Gesang.“

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