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Celle Stadt Aufgebrochene Gehwege werden zu gefährlichen Stolperfallen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Aufgebrochene Gehwege werden zu gefährlichen Stolperfallen
14:08 13.06.2010
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Celle Stadt

CELLE (cut). Nach ersten Schätzungen der Stadtverwaltung sind etwa 2000 Quadratmeter Gehwegfläche betroffen. „Leider kann noch keine genauere Aussage getroffen werden, da viele Gehwegbereiche noch unter den Schneemassen verdeckt liegen“, sagte Straßenmeister Udo Böger. Alle Bereiche im Stadtgebiet rechtzeitig abzusperren, sei nicht möglich.

Fischer wies darauf hin, dass im Bereich von Grundstückszufahrten die Grundstückseigentümer gesetzlich zur Unterhaltung verpflichtet sind. Sollten Grundstückszufahrten durch Frost beschädigt sein, rät die Stadt den Anliegern, die Platten herauszunehmen und für die Frostperiode provisorisch mit Mineralgemisch aus dem Baumarkt zu befestigen.

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●Weitere Knochenbrüche durch Glatteis: Wie Prof. Hans-Jörg Oestern, Chefarzt der Unfallchirurgie des Allgemeinen Krankenhauses Celle (AKH) mitteilte, sind in den vergangenen Tagen weitere Patienten mit Brüchen aller Art in das AKH eingeliefert worden. Sechs bis achtmal müsse er daher am Tag operieren. „Gestern waren unter den Betroffenen besonders viele ältere Menschen mit Schenkelhalsbrüchen“, berichtete der Chefarzt. Er vermutet, dass diese sich aufgrund der geräumten Straßen mittlerweile wieder häufiger aus dem Haus trauen und stürzten. „Die meisten fallen auf die Hüfte“, so Oestern. Daher käme die hohe Anzahl der Schenkelhalsbrüche. Da der Deutsche Wetterdienst auch am Wochenende wieder vor Glatteis warnt, riet der Chefarzt zu festem Schuhwerk und bei Bedarf zu einer Gehhilfe.

●Unfallopfer im künstlichen Koma: Nach Angaben von Prof. Oestern befindet sich die 27-jährige Frau aus Hambühren, die am Mittwoch mit ihrem BMW auf der Bundesstraße 214 am Ortsausgang Celle verunglückte, weiterhin im künstlichen Koma. Bei einem Zusammenprall auf spiegelglatter Straße war die BMW-Fahrerin aus dem Auto geschleudert worden. Dabei hatte sie schwere Kopfverletzungen erlitten. Nach Angaben von Oestern müsse nun die weitere Entwicklung abgewartet werden.

Von Christian Uthoff