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Celle Stadt Tradition von Celler Wasa-Lauf geht zu Ende
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Tradition von Celler Wasa-Lauf geht zu Ende
08:57 13.01.2020
Von Dagny Siebke
Luftballons steigen zum Startschuss des Mini-Wasa-Laufs im März 2017 in den Himmel Quelle: Alex Sorokin
Celle

Jeder ist mit einer Postkarte bestückt und soll vom Wind möglichst weit getragen werden – so die Hoffnung der Teilnehmer bis zwölf Jahre. Mit dieser langjährigen Tradition ist jetzt Schluss. Denn die zuletzt eingesetzten Ballons sollten eigentlich hundertprozentig biologisch abbaubar sein.

Birgit Stöffler und Marianne Pieper vom Celler Wasa-Lauf-Orga-Team buddeln den angeblich biologisch abbaubaren Test-Luftballon wieder aus. Quelle: Dagny Siebke

Nach einem Jahr sollte der Ballon aus Naturlatex, ähnlich wie ein Eichenblatt, verrottet sein. CZ-Leserinnen Heidrun Averbeck und Ute Schmieja finden die Idee gut, umweltverträgliche Luftballons zu verwenden. Doch sie fragten sich, was aus den Luftballons geworden ist. Daraufhin machte das Orga-Team vom Wasa-Lauf den Test. Vorsorglich hatte es Anfang März 2019 einen Luftballon vor dem Celler Schloss vergraben.

Luftballon auch nach einem Jahr noch nicht komplett zersetzt

Birgit Stöffler und Marianne Pieper haben jetzt diesen Test-Ballon wieder ausgegraben. Nach mehr als zehn Monaten hat sich zwar das Band vollständig zersetzt, doch der Luftballon mit dem Sparkassen-Logo ist noch klar erkennbar. „Nun müssen wir uns schweren Herzens von dieser Tradition verabschieden“, sagt Birgit Krueger von der Sparkasse Celle. „Wir können es nicht mit unserem Gewissen vereinbaren, weiterhin 2000 Luftballons in die Luft steigen zu lassen, die schädlich für die Umwelt sind. Zudem wollen wir zu unserem Wort aus dem vergangenen Jahr stehen.“

Neue Luftballons waren doppelt so teuer

Ärgerlich sei auch, dass die neuen Luftballons im Vergleich zu herkömmlichen Ballons doppelt so teuer gewesen seien. Sparkassen-Sprecherin Johanna Crolly schlägt vor, künftig die Teilnehmerkarten der Kinder in eine Lostrommel zu packen und so die Preise zu verlosen. Im Sinne des Insektenschutzes könnte für jede teilnehmende Kita- oder Schulgruppe ein Baum gepflanzt werden.

Des Test-Luftballon hat sich kaum verändert. Er hat nur kleine Löcher.  Quelle: Dagny Siebke

Averbeck und Schmieja finden es nur konsequent, dass die Sparkasse künftig auf die Luftballons verzichten möchte: „Es ist nur schade, dass es jetzt die Kinder trifft. Wir haben uns eine Alternative für die beeindruckende Optik überlegt. Vielleicht könnten die Kinder zu Beginn oder im Ziel durch ganz viele Seifenblasen laufen, die von einer einzigen Maschine erzeugt werden.“

Manchem wird da schwindelig: Eltern-Lan-Party.

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