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Celle Stadt Celler Betriebe denken an morgen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Betriebe denken an morgen
19:03 13.03.2019
Von Christian Link
"Keine Panik, du bestimmst heute nicht den Rest deines Lebens", lautet ein Motto der Ausbildungsmesse in der CD-Kaserne. Quelle: Alina Meier
Celle

Hammerschläge erklingen aus der Messehalle. Im Inneren versprechen Handwerksbetriebe aus dem Landkreis Celle den Besucher spannende Jobperspektiven – vom Kanal- und Straßenbauer über den Schilder- und Lichtreklamehersteller bis hin zum Orthopädietechniker. "Es ist eine Messe zum Informieren, Ausprobieren und Mitmachen", sagt Günter Neumann von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.

Um die Ausbildungsmesse auf die Beine zu stellen, kooperiert diese mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter. "Oft haben Jugendliche eine völlig falsche Vorstellung von Handwerksberufen. Sie verbinden diese ausschließlich mit körperlicher Arbeit und sehen gar nicht wirklich, dass viel mehr dahinter steckt", erläutert Neumann.

Um diese Vorurteile aus den Köpfen der jungen Leute zu bekommen, präsentieren sich 21 Handwerksbetriebe aus dem Landkreis Celle in der CD-Kaserne. "Es inspiriert einen, dass mal andere Perspektiven aufgezeigt werden", sagt Messebesucher Maximilian Surburg, der nach einer neuen Lehrstelle sucht. Schließlich gebe es außer dem Studium noch andere Möglichkeiten, um sich auf das Berufsleben vorzubereiten.

Praxisnähe ist großer Vorteil

Am Stand von M&M Automobile aus Celle steht Luke Rose. Der Auszubildende sagt: "Der Vorteil an Ausbildungen ist, dass wir ein viel besseres Verständnis für die Praxis erhalten. Außerdem wächst man mit der Ausbildung, indem man sich fortbildet und spezialisiert."

Dieser Meinung schließt sich Angelika Kahnwald-Lukas, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit, an: "Es gibt viele Wege zur beruflichen Fortbildung wie zum Beispiel den Meister oder die Technikerebene. Leider fehlt den Schulabgängern häufig der Mut, sich für Ausbildungsplätze zu bewerben." Um diese Hemmschwelle abzubauen, rät sie zu Praktika: "Die sind eine wunderbare Möglichkeit, um sich mit den Handwerksbetrieben bekannt zu machen".

Wenig Frauen in der Branche

Schon im Vorfeld wurde auf sozialen Medien wie etwa Instagram mit den Hashtags #einfachmalmachen oder#ausbildungklarmachen geworben. So ist auch Lena Weckmüller auf die Idee gekommen, die Messe zu besuchen. Sie fällt auf, denn sie ist eine der wenigen weiblichen Besucher. "Sicherlich ist die Branche bekannt dafür, dass hier eher Männer arbeiten. Vermutlich ist dies auch oft körperlich bedingt", sagt Weckmüller. Sie interessiert sich vor allem für den technischen Aspekt der Arbeit.

Damit genau dieser technische Teil der handwerklichen Arbeit in den Vordergrund gerückt werden kann, hat das Tiefbauunternehmen Staatz aus Winsen extra den Bagger und spezielle Messgeräte an seinen Stand geholt. Mark Seeger, Bauleiter der Firma Staatz, will den Besuchern die Möglichkeit geben, die Dinge selbst auszuprobieren. "Gutes Personal ist das Kapital einer Firma", meint er, "aus diesem Grund bilden wir unser Personal selber aus, denn für Handwerksbetriebe ist es gerade jetzt wichtig an morgen zu denken".

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