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Celle Stadt Abenteuerland, in dem es viel zu entdecken gibt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Abenteuerland, in dem es viel zu entdecken gibt
16:16 08.02.2019
Kurt Brüsehoff Quelle: Doris Hennies
Celle

Von hellem Beige bis zu Schwarz in mancherlei Schattierung: Die Bilder von Kurt Brüsehoff heben sich nicht durch starke Farbigkeit hervor. Das ändert an ihrer Ausdrucksstärke allerdings nichts. Im Gegenteil, diese Zurückhaltung – einmal Ton in Ton, ein anders Mal im Kontrast – ziehen den Fokus des Betrachters auf das, was dargestellt sein mag. Ein Balanceakt zwischen real und deutlich abstrakt, oft nebulös … fantasievoll, inspirativ und rätselhaft. Wie der rauen Präsenz schon etwas entrückt, weichgezeichnet, lösen sich kantige Sandsteinquader, Gesteinsformationen, ja ganze Inseln in stiller See auf ins Träumerische. Ursprünglich klare Strukturen werden aufgelöst durch ein Gespinst von gestrichelten Auren. Das mit dem Stift gezogene Fadenstückchen-Gefusel verschleiert, assoziiert mal Kuschelfell oder elektrostatische Ladung.

Die meisten Werke sind ohne Titel

Lebewesen kommen, bis auf zwei Bilder mit Windhund (das größere erinnert etwas an Arbeiten von Escher), nicht vor. Wenig Lebendiges an sich. Die abstrakt in die surreale Welt gesetzten Eier könnten auch Steine oder Planeten sein. Gerade mal ein wohl auch abgestorbener Ast setzt etwas Natürliches gegen reine Formsprache. Nur die Räumlichkeit, die Bewegung, die Atmosphäre in den Bildern sorgen für eine Emotionalität im Auge des Betrachters. Die meisten Werke sind ohne Titel, ohne angebotene Deutung. „Ich glaube, es ist manchmal eine Bevormundung des Betrachters, dass man sehen soll, was der Maler angeblich gemeint hat. Vieles deutet sich für jeden anders, je nach Erfahrung und Lebenswelt – und selbst ich entdecke in meinen Bildern von Zeit zu Zeit wieder Neues“, erklärt Kurt Brüsehoff in seiner Einführung zur Ausstellungseröffnung in der Celler Filiale der Deutschen Bank.

Studienreisen in den Orient

Bis Ende Mai sind die Bilder des in Fallingbostel lebenden Künstlers dort zu sehen. Brüsehoff ist 1944 geboren, hat von 1965 bis 1969 an der Werkkunstschule (heute Hochschule für Kommunikation und Design) in Hannover studiert und arbeitete, zunächst im Angestelltenverhältnis, später frei, als Grafikdesigner. Diverse Studienreisen in den Orient haben ihn und seine Arbeiten (er ist auch ein versierter Fotograf) stark beeindruckt. Vielleicht kommt auch daher seine Vorliebe für Erdfarben (Sandsturmwirbel, Wolkenformationen …) – hin und wieder durchbrochen und konterkariert von einem leuchtenden Rot (Lichtschein, Laserlinien, Adern …) – spärlich aber gezielt und gekonnt eingesetzt.

Japanischer Einfluss

Die Farbwahl an sich schafft auch einen stimmigen Übergang zu den Werken, die ganz stark einen Japanischen Einfluss erkennen lassen: Mit grober Bürste auf grobem Textil dahingeworfene, durch Farbe manifestierte Bewegung. Ein Hang und ein Versuch von Abstraktion zur Kalligraphie. Brüsehoffs Bilder sind ein Abenteuerland, in dem es einiges zu entdecken gibt.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai in der Celler Filiale der Deutschen Bank zu sehen. Öffnungszeiten: montags von 9.30 bis 13 und 14 bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags von 9.30 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, mittwochs und freitags nur vormittags
(9.30 bis 13 Uhr).

Von Doris Hennies

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