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Celle Stadt Alles eine Frage des Blickwinkels
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Alles eine Frage des Blickwinkels
15:42 06.02.2019
„JVA Celle Trifft“ – verschneit, beinahe eine Postkartenansicht für Weihnachten von Robert Jando. Quelle: Doris Hennies
Celle

Es sind sehr persönliche An- und Einsichten, die in der am Montag eröffneten Foto-Ausstellung „Alles eine Frage des Blickwinkels – Justizwelten im Fokus“ zu sehen sind. Und wo könnten Fotografien zum Thema Justiz – Motive von „Insidern“ ausgesucht und mit der Kamera festgehalten – passender präsentiert werden als im frisch renovierten Durchgangsbereich (vom Altbau zum Hochhaus) des Celler Oberlandesgerichts? Gerade einmal 15 Exponate zieren die Runde, dennoch ist die Ausstellung sehenswert und inspirierend.

300 Einsendungen eingegangen

Die gezeigten Bilder entstanden im Rahmen eines Fotowettbewerbs, zu dem das Niedersächsische Justizministerium im Jahr 2017 aufgerufen hatte. Die Aufgabe: die Justiz aus einem speziellen, individuellen Blickwinkel zu zeigen. Aus den rund 300 Einsendungen hat eine Jury ein gutes Dutzend Fotos – zehn Fotos wurden prämiert, weitere fünf wurden in die Ausstellung aufgenommen – ausgewählt, prämiert und schließlich für eine Ausstellung zusammengefasst. Dem Betrachter eröffnet sich mit der Präsentation eine große Bandbreite von sehr unterschiedlichen Ansätzen. Da finden sich Dokumentationen der räumlichen Arbeitswelt: Die postkartenreife Außenansicht der Celler JVA aus der Trift. Ein zentraler Blick in das Innere der JVA Vechta. Der Blick aus vergittertem Fenster in den Innenhof. Die Ansicht eines Gefängnisflurs auf dem Überwachungsmonitor. Der einsame Stuhl für den Zeugen im Verhandlungsraum.

Blick aus der Vogelperspektive

Andere Bilder belegen eine berufliche Positionsbestimmung: „Unsere Justiz hält zusammen“ zeigt Kolleginnen und Kollegen aus der Vogelperspektive, die in Form des Paragraphenzeichens Aufstellung genommen haben. Die aufgeschlagene Gesetzessammlung ist mit „Klar. Gerechtigkeit bewegt Niedersächsische Justiz“ betitelt. Ein Bild zeigt gerade mal ein Stück Uniformärmel, kommentiert mit „Langer Weg“, unter einem Paragraphensymbol und geöffnetem Zirkel steht „Ermessensspielraum“. Dann sind da die Fotographien, die auf den ersten Blick nichts mit Justiz zu tun haben – die durch Assoziationen eine Verbindung herstellen: ein aus der kargen Mauer herauswachsender Efeuspross („Resozialisierung“), die Blume im Pflasterriss („Hoffnung“), die sich fassenden Hände („Einigen statt streiten“) …

Perspektiven und Inspiration

Der Rundgang bietet Perspektiven und Inspiration gleichermaßen. „Ich freue mich, dass zahlreiche Beschäftigte der niedersächsischen Justiz mit ausdrucksstarken Beiträgen an dem Fotowettbewerb teilgenommen haben, von denen wir hier einige ausgewählte Exponate zeigen können. Manches Bild würde man gerne in noch größerem Format sehen“, so Stefanie Otte, Präsidentin des Oberlandesgerichts Celle. „Wir wollen deshalb allen Ausstellungsbesuchern die Möglichkeit geben, ihren Favoriten unter den Fotos zu bestimmen, der dann am Ende in einem größeren Maßstab aufgelegt werden und einen festen Platz im Haus finden soll.“

Von Doris Hennies

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