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Celle Stadt Ausstellung „Sinn-Bild-Licht(t)“ von Ulrike Hahn
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ausstellung „Sinn-Bild-Licht(t)“ von Ulrike Hahn
13:40 02.05.2019
"Nicht die Zeit vergeht ..."  Quelle: Picasa
Celle

„Besinnlich berühren möchte ich dich! Nimm mich wahr mit Herz und Verstand.“ Mit diesem Zitat hatte die Celler Malerin Ulrike Hahn ihre erste außerhäusige Ausstellung „Sinn-Bild-Licht(t)“ im CMS-Stift am Bremer Weg eröffnet. Es sollte ein Appell sein, die Bilder weniger technisch, sondern als auf Leinwand gebrachte Emotion auf sich wirken zu lassen. Inzwischen haben das schon zahlreiche Bewohner und Gäste getan. Die Ausstellung läuft seit Ende März – „und ich freue mich über jedes Gespräch, jede Interpretation, jedes Stück Selbsterkennen, aber auch jede kritische Auseinandersetzung über meiner Bilder“, sagt Ulrike Hahn nach der ersten Halbzeit.

Abstrakt und sehr expressiv

Hahns Arbeiten sind weitgehend abstrakt und sehr expressiv. Nur hier und da lässt sich Figürliches erkennen, werden vertraute Formen sichtbar. Und sie nutzt Farben – in der Regel Ton in Ton – und deren Wirkung: temperamentvolles Rot und Orange, kühl-ruhiges Blau, naturverbundenes Grün … „Ich muss einfach malen – Malen ist mein Leben.“ Den Impuls kann ein Gedanke geben, eine Geschichte oder eine innere Gefühlsbewegung, die nach außen getragen werden muss. Hahn malt sich Sorgen und Glück gleichermaßen von der Seele – eine Möglichkeit der Befreiung, die sich die Autodidaktin auch durch unterschiedliche Kurse angeeignet hat.

Provokative Titel

Ihre teils poetischen, teils provokativen Titel vergibt sie nachträglich an ihre Bilder. „Ich halte quasi stille Zwiesprache mit meinem Werk, lasse es auf mich wirken. Manchmal ist die Aussage ganz klar, manchmal dauert es länger.“ Dann kommt es schon mal vor, dass ein Bild erst einmal zurückgestellt und nach einiger Zeit weiter, beziehungsweise neu bearbeitet wird. „Mein Bauch sagt mir, wann es stimmt.“ In Stein gemeißelt sei das nicht. Titel entsprächen stets der Moment-Entscheidung und seien lediglich als Ansatzhilfe für den Betrachter zu verstehen. „Ich freue mich, wenn Menschen etwas anderes darin sehen. Das zeigt, dass sie sich damit beschäftigen.“

Ein Stück Nach-Hause-Kommen

Ulrike Hahn malt „gegen die Abschaffung der Menschlichkeit“. Deshalb, sagt sie, passen ihre Bilder auch so gut an diesen Ort der Ausstellung. „Hier werden Menschen geachtet und liebevoll betreut. Ich weiß, wovon ich spreche, meine Mutter war hier bis zu ihrem Tod.“ Es sei ein Stück Nach-Hause-Kommen – so sehr sei ihr Leben mit der Einrichtung verbunden.

Die Ausstellung ist im CMS Pflegestift Bremer Weg bis zum 31. Mai zu sehen, täglich von 11 bis 16 Uhr.

Von Doris Hennies

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