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Celle Stadt Bauhaus-Reminiszenz aus Lego
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bauhaus-Reminiszenz aus Lego
14:46 12.07.2019
Lego-Mosaik vom Italienischen Garten. Quelle: Petra Senftleben
Celle

Zwei knallbunte Teppiche liegen auf dem schwarzen Boden. Der einfach gezimmerte Armlehnstuhl besteht aus Quadraten und Rechtecken, die Sitzfläche leuchtet gelb, die Rückenlehne rot. An der Wand hängt ein selbstgemaltes Bild von der Haesler-Siedlung im Blumläger Feld. Der Ausblick aus dem Fenster zeigt die nächste Häuserzeile im Georgsgarten. Das Modell des Bauhauszimmers wurde von Schülern der Celler Paul-Klee-Schule gestaltet und orientiert sich an den Wohnräumen der Siedlung Georgsgarten, die im Jahr 1926 eingeweiht wurde und bezahlbare Wohnungen für Handwerker- und Arbeiterfamilien in Celle bot.

Verständnis für besondere Architektur geweckt

Jedes Möbelstück oder auch den tollen Wandteppich mit unterschiedlichen Bauhaus-Motiven fertigten die Schüler selbst an. Im Vorfeld wurden die Bauten des Neuen Bauens des Celler Architekten Otto Haesler, die er von 1925 bis 1932 in Celle errichtete, aufgesucht und erkundet und so das Verständnis für die besondere Architektur geweckt.Das Bauhauszimmer ist ein Blickfang der neu eröffneten Ausstellung anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums in der Ehrenhalle des Bomann-Museums, die die Projektpräsentation der Paul-Klee-Schule zum Thema „Bauhaus schafft Gemeinschaft“ genauso beinhaltet, wie das Ergebnis des Celler Lego-Mosaik-Projekts „Stein an Stein zum Bauhaus“.

Mosaik zeigt Häuserzeile im Italienischen Garten

Ohne die Lego-Bauer der Gruppe Steineland Harz und Heide, die zum Verein Steine Hanse gehören, wäre das Mosaik aus 98.304 Legosteinen auf 384 Lego-Platten, das eine Häuserzeile der Siedlung im Italienischen Garten zeigt, wohl kaum entstanden. Sie haben das ausgesuchte Foto per Computerprogramm in Punkte zerlegt und druckten dann die Anleitungen für die einzelnen Lego-Platten aus. „Das war im Vorfeld viel Arbeit, allein schon um an die benötigten Steine zu kommen“, macht Haiko Etzel von der Gruppe Steineland deutlich. Gestartet wurde das Projekt am 5. Mai auf dem Großen Plan. Mitmachen konnte jeder, und weder vierjährige Kinder noch Senioren ließen sich das zweimal sagen. Alle waren mit Begeisterung dabei. Der nächste Termin fand auf dem Sommerfest der Paul-Klee-Schule statt.

Noch vier Wochen lang zu sehen

Beendet wurde das Mosaik Ende Mai vor der Hauptstelle der Sparkasse Celle. Aber nicht ganz: Zur Eröffnung der Ausstellung fehlte noch eine einzige Platte, bebaut mit blauen Lego-Steinen. Diese fügte die Celler Stadträtin für Soziales und Kultur, Susanne Mc Dowell nach ihrem Grußwort zur gestrigen Ausstellungseröffnung ein. Sie bedankte sich beim Verein Steine Hanse und den Aktiven von der Gruppe Steineland, genauso wie bei der Niedersächsischen Sparkassenstiftung sowie bei der Celler Firma Holzwerk, die den stabilen Ständer für das Mosaik aus Holz geliefert hat. Den Dank an das Bomann-Museum nahm Kathrin Panne entgegen. „Wir haben den Raum zur Verfügung gestellt und unsere Technik“, erklärte die stellvertretende Museumsleiterin. „Im Moment passt es wirklich gut, da wir ja auch noch die Lego-Ausstellung im Keller haben.“ Zu sehen ist die Ausstellung noch in den kommenden vier Wochen.

Paul Klee selbst sollte nicht fehlen

Umrahmt ist das beeindruckende Mosaik mit einer Breite von gut drei Metern und einer Höhe von mehr als zwei Metern durch die unterschiedlichen Arbeiten der Schüler der Paul-Klee-Schule. An der Schule hat man Bauhaus in Celle mit dem Schaffen des Namensgebers der Schule kombiniert. Paul Klee arbeitete und lehrte seit 1921 am Bauhaus in Weimar und ab 1925 in Dessau. Förderschulrektor Uwe Kirchner stellt fest: „Wir wollten den Einfluss des Bauhauses auf unser Leben für unsere Schüler erlebbar machen.“ Neben dem Bauhauszimmer, haben die Schüler Bauhausgebäude aus Pappkartons gestaltet. Es wurden auch die berühmten Handpuppen von Paul Klee nachgebaut, die er einst für seinen Sohn Felix kreiert hatte. Natürlich fehlen weder der Steckdosen- noch der Zündholzschachtelgeist. Ergänzt haben die Schüler noch eine schwarzhaarige Männerpuppe mit bemerkenswerten Augen: Paul Klee selbst sollte nicht fehlen.

Themensammlung

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Von Petra Senftleben

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