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Celle Stadt Dieter Rauh zeigt im Coffee-Shop „Digital Detox“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Dieter Rauh zeigt im Coffee-Shop „Digital Detox“
13:17 23.04.2019
Digitalkünstler Dieter Rauh stellt seine Werke im Celler Coffe-Shop aus. Quelle: Doris Hennies
Celle

Zu sehen sind die digitalen Werke des Celler Künstlers Dieter Rauh seit einigen Wochen schon im „Coffee-Shop“ in der Schuhstraße 21. Eine Möglichkeit, sich intensiver mit dieser Form digitaler Kunst auseinanderzusetzen – und sich mit Dieter Rauh über seine Arbeiten und Arbeitsweise auszutauschen – gibt es im Rahmen der, am Donnerstag, 25. April, stattfindenden, nachgezogenen Vernissage zur Ausstellung „Digital Detox“ ab 18.30 Uhr.

Digitaler Bildhauer

„Ich verstehe mich im Grunde als digitaler Bildhauer“, sagt Dieter Rauh. „Ich schaffe aus einer Vorlage – in meinem Fall ist das immer ein von mir selbst aufgenommenes Foto – über eine Schicht für Schicht herausgearbeitete Bearbeitung ein neues Werk.“ Die Mittel dazu stellt das Bildbearbeitungsprogramm seines Computers. Jede „Schicht“ entsteht durch die Verwendung eines Filters. Die künstlerische Kreativität dabei besteht aus der Wahl von Formgebung und Formveränderung bis zu dem Moment, wo sich ein Bild stimmig anfühlt und auf Fotokopierpapier gebannt aus dem Drucker gelassen wird.

Reiz des Experimentierens

In Stein gehauen ist dieses „endgültig fertig“ allerdings nicht. Das sei ja das Schöne an digitaler Kunst. Die Daten und Dateien sind gespeichert und damit jederzeit wieder weiterbearbeitbar. „Es kommt schon vor, dass ich nach einiger Zeit eine Arbeit wieder aufrufe und daran weiter tüfftle. Allerdings habe ich in meinem Fundus digitaler Fotoaufnahmen so zahlreiche Möglichkeiten, dass ich mich primär an etwas Neues mache. Der Reiz des Experimentierens und die Neugier, was möglicherweise entsteht, ist ein Teil des Vergnügens, das diese Kunst so interessant für mich macht.“

Leidenschaftlicher Hobbyfotograf

Der angesammelte Schatz von realistischen Fotografien war es auch, der Dieter Rauh als „Digital Immigrant“ – also einen, der nicht schon in die Zeit Digitalen Technologienutzung hineingeboren wurde – zu dieser Kunstrichtung gebracht hat. Als leidenschaftlicher Hobbyfotograf sammelten sich Mengen von Bildern in der Ablage des Computers. Die Möglichkeit, diese „Pixel-Dateien“ nachträglich noch bearbeiten zu können, eröffnete ein neues Feld. „Zunächst hab ich die Bilder einfach etwas aufgehübscht. Dann wurde ich wagemutiger und begann die Abbildungen zu formen, umzustrukturieren, bis man das ursprüngliche Motiv überhaupt nicht mehr erkannte“. Trotzdem bleiben die Daten – nichts kommt dazu, nichts geht weg von dem Bild, das Rauh sich heute aus seinem „Strukturreservoire“ zur Bearbeitung vornimmt.

Bezahlbar und erschwinglich

Dieter Rauh ist Autodidakt. „Diese Kunstform ist überhaupt so neu und speziell, dass erst jetzt langsam auch Ausbildungsplätze dafür geschaffen werden“. Schritt für Schritt hat er sich herangearbeitet, viel über die fachlichen Arbeitsweisen gelesen und sich mit anderen Künstlern ausgetauscht (wofür viel zu selten Gelegenheit sei, wie er findet). Das kleine Format hat er im Übrigen bewusst gewählt: „So kann man die Stücke sammeln und zueinander kombinieren, außerdem ist die Herstellung ist bezahlbar und sie sind erschwinglich.“

Die Ausstellung noch mit offenem Ende ist im Coffee-Shop,
Schuhstraße 21, in Celle zu sehen.
Öffnungszeiten: montags bis samstags, 9 bis 18 Uhr. Eine Vernissage findet am morgigen Donnerstag
um 18.30 Uhr statt.

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