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Celle Stadt Ein Kulturforum in Celles Mitte
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ein Kulturforum in Celles Mitte
16:08 05.02.2019
Entwurf von Afssun Dolatshahi und Jeiwa Fakeri. Quelle: Doris Hennies
Celle

Modelle, Pläne, computeranimierte Ansichten … fast ist es so, als könnte man die einzelnen Bauten schon an angedachten Platz vor sich sehen: Ein neues, ja spektakuläres Ernst-Schulze-Forum in Celle. Ob es jemals überhaupt dazu kommt, steht in den Sternen. Bisher ist das eine reine Fiktion – und „nur“ eine, 2017 gestellte, kreative Herausforderung von der Leibniz Universität Hannover. Dort hatte die Fakultät für Architektur und Landschaft ihren Studenten den Entwurf eines Kultur-Forums, hypothetisch platziert auf einem Grundstück an der 77er-Straße, als Teil ihrer Bachelor-Arbeit zur Aufgabe gestellt. Was dabei herausgekommen ist, kann man jetzt in einer Ausstellung in der Galerie Dr. Jochim bestaunen.

Fiktives „Ernst-Schulze-Forum“

Insgesamt waren 22 Entwürfe abgegeben worden. In der Galerie wird davon allerdings nur eine Auswahl gezeigt. Zur Aufgabenstellung gehörten das Erstellen von Plänen – von oben, je Stockwerk, in Schnitt und jeweiliger Seitenansicht – sowie ein dreidimensionales Modell und simulierte Ansichten, die dank Computertechnik zum Teil beinahe fotorealistisch anmuten. Was Größe, Material, Form und ganz offensichtlich auch die Kosten des fiktiven „Ernst-Schulze-Forums“ betrifft, konnten, so Jens Broszeit (als Vertreter der Universität zur Ausstellungseröffnung dabei) „die jungen Planer ganz aus dem Vollen ihrer Vorstellungskraft schöpfen“. Es gab nur einige Rahmenbedingungen: Angedachter Ort und maximale Fläche waren vorgegeben, ebenso die Nutzung des öffentlichen Gebäudes mit Bibliothek, Lese- und Vortragssaal samt Ausstellungsflächen, Seminar- und Büroräumen sowie einer Cafeteria.

Unterschiedlichste Entwürfe

Die gezeigten Entwürfe unterscheiden sich zum Teil sehr voneinander. Von turmartigen Bauten mit aufeinander geschachtelten Geschossflächen, über zusammengesetzte Gebäudekomplexe bis hin zu Pavillons mit synergetisch ineinandergefügten Arbeits- und Aufgabenbereichen. Viel Glas, viel Beton – je nach Hauptaugenmerk des künftigen Architekten, der künftigen Architektin. Die Bauten präsentieren sich dementsprechend einmal eher museal, abgeschlossen – samt großen Wandflächen für Bücher und Ausstellungsobjekten und stille Bereiche für wissenschaftliche Arbeit. Andere geben den kommunikativen Flächen zum Austausch und sich Begegnen mehr Raum – lichtdurchflutet und offen. Persönliche Erläuterungen zu ihren Entwürfen konnten die Studenten nicht geben – sie waren wegen Prüfungen nicht vor Ort.

Sichtachse zum Neuen Rathaus

Im Zentrum der Ausstellung wurde ein formenreduziertes Modell des erweiterten Celler Stadtkerns aufgestellt, mit einer Markierung des potentiellen Standorts eines Kulturforums – nahezu in Sichtachse zum Neuen Rathaus. Besucher können dort – je nach Wahl – ein grobes, maßstabgetreues Modell ihres Favoriten platzieren – wie ein Flaschengeist es auf Aladins Wunsch getan hätte. Wie gesagt, alles noch Utopie …

Von Doris Hennies

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