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Celle Stadt Jahresausstellung des BBK Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Jahresausstellung des BBK Celle
15:58 12.12.2018
In der Gotischen Halle im Celler Schloss ist die Jahresausstellung des BBK Celle zu sehen. Quelle: Birgit Stephani
Celle

„Eine Grenze ist ein Rand eines Raumes. Sie bildet einen Trennwert. Häufig wird sie als Mauer, Stacheldrahtzaun oder Linie versinnbildlicht. Auch der eigene Körper, das Wissen oder die Gesellschaft setzen Grenzen.“ Mit diesen Worten eröffnete am Sonntag Kunsthistorikerin Jasmin Hartmann die 72. Jahresausstellung des BBK Celle in der Gotischen Halle im Celler Schloss. Grenzenlos hingegen sind die Werke der ausstellenden Künstler. Grenzenlos ist auch das Thema der Ausstellung.

Freie Bewegung und unverstellte Sicht

Grenzenlosigkeit verbinden wir vor allem mit Weite, Unermesslichkeit, freier Bewegung und unverstellter Sicht. Grenzenlos soll dabei gar nicht bedeuten, dass der Raum, in dem wir uns befinden, unendlich ist. Schließlich kann man sich auch in den eigenen vier Wänden, auf 20 oder 100 Quadratmetern, frei fühlen. Vielmehr darf den Menschen, der sich in einem Raum befindet, nichts unfreiwillig und essenziell einengen. Für uns ist die Grenzenlosigkeit ein ziemlich selbstverständlicher Zustand, für andere unerreichbarer Luxus.

Reise durch die Kunstgeschichte

Zur Einstimmung auf die Jahresausstellung begaben sich die Gäste der Eröffnung mit Hartmann auf eine kleine Reise durch die Kunstgeschichte des Grenzenlosen. Anhand von Beispielen aus der gegenständlichen und abstrakten Malerei sowie der Lichtkunst versuchte sie, allen die formlose Form des Grenzenlosen näherzubringen. „Schließlich ist die Grenzenlosigkeit kein greifbares und klar umrissenes Objekt, sondern vor allem etwas, was man fühlt.“ Schon lange orientieren sich Künstler an den Phänomenen und Wirkungsmechanismen der Natur. Sie bietet die wohl reichste Palette an Erfahrungsmomenten von Grenzenlosigkeit.

Unermessliche Weiten

Monochrome Wüsten- und Schneelandschaften, tiefe Wälder. Der Blick in den entfernten Sternenhimmel oder das wogende Meer. Ein klitzekleines Schiff, das sich in großer Entfernung gemächlich über das Wasser schiebt, darüber eine Möwe, die durch die unermesslichen Weiten des Himmels fliegt – all das zeugt von grenzenloser Freiheit.

„Wege zum Paradies“

Schon Lichtkunstpionier Otto Piene hielt 1961 in seinem Aufsatz „Wege zum Paradies“ fest: „Ich habe schon meine zwölf Scheinwerfer, sie gehören mir. Sie sind aber erst der Anfang, denn ich möchte zwölf mal zwölf und noch mehr haben, und sie sollen so stark sein, dass sie bis zum Mond leuchten.“ Licht wiegt nichts und füllt dennoch problemlos einen ganzen Raum. Piene träumte von einer Kunst mit Licht, die von der Erde bis ins Weltall reicht. Es war sein Denken über die Grenzenlosigkeit. Ob nun Kunst mit elektrischem Licht, gegenständliche Landschaften oder abstrakte Farbgefüge – das Grenzenlose ist auf unterschiedlichste Weise vermittelbar. Das zeigt sich auch bei der Ausstellung des BBK. Den Künstlern wurde lediglich der Titel der Ausstellung mit an die Hand gegeben – es gab also keinerlei kreative Einschränkungen.

Von Birgit Stephani

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