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Celle Stadt Kunst lässt wachsen und baut wunderbare Brücken
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kunst lässt wachsen und baut wunderbare Brücken
16:16 13.02.2019
"Blumen blühen überall" - Ausstellung Mehrgenerationenhaus. Quelle: Doris Hennies
Celle

„Interkulturelle Kunstausstellung“ ist nur eine ziemlich unzureichende Beschreibung für die Präsentation eines im Grunde kleinen Grüppchens von musisch talentierten und kreativen Menschen. Wer die Vernissage am vergangenen Sonntag im Mehrgenerationenhaus erlebt hat, kam nicht nur in den optischen Genuss eines vielfältigen künstlerischen Schaffens. Es gab auch viel Musik, denn ein Teil der Künstler hatte sich eigentlich zum gemeinsamen Musizieren zusammengetan. Die Erkenntnis, dass sie und weitere Freunde außerdem das Können und die Leidenschaft für Malerei und bildnerische Kunst teilten, kam erst später.

„Blumen blühen überall“

Jetzt wurde aus den vier Künstlerinnen Hevi Yusef, Kashan Horo, Manuela Mast und Petra Decker-Schimanski und den drei Künstlern Adnan Horo, Feisal Al Hassan und Wolfgang Decker zumindest für ihre erste gemeinsame Ausstellung „Blumen blühen überall“ eine Künstlergemeinschaft. Eine Einheit, in der jeder Einzelne willkommen ist – ja inspirierend auf die anderen wirkt. Hier hat sich eine Gruppe zusammengetan, die in vielfältiger Weise in ihren Werken ihre Erlebnisse, ihre Gefühle und ihre Fantasie zum Ausdruck bringt – mit und ohne „Migrationshintergrund“. „Man profitiert voneinander. Das künstlerische Talent und der Drang, sich auf diese Weise auszudrücken, sind allein schon verbindend. Aber nicht nur die Kunst baut Brücken. Die Vielfältigkeit erweitert, wenn man es nur zulässt, den Horizont und lässt Neugier, Verständnis, ja Freundschaften wachsen – eben wie Blumen, die schön sind und überall blühen, wenn man sie nur lässt“, so Marianne Stumpf vom Mehrgenerationenhaus.

Kultur und Geschichte

Blumen sind auf den Gemälden und Spiegel-Bildern so gut wie keine zu sehen. Stattdessen sprechen die Werke – mal abstrakt, mal sehr deutlich und gegenständlich – nicht nur „durch die Blume“ über Erlebtes, über Kultur und Geschichte. Kultur und Geschichte griffen auch die Künstler mit ihrer kurdischen Musik auf. In Syrien war die kurdische Kultur und Sprache verboten. Lieder sollten in arabischer Sprache vorgetragen werden. Kurdische Kultur konnte nur heimlich vermittelt werden. Die Verfolgung auch anerkannter Künstler begann schon, wenn sie sich positiv zum „Arabischen Frühling“ äußerten – eine länderübergreifende Welle von Protest gegen politische und soziale Strukturen, mit der man Verbesserung in Hinblick auf die Menschenrechtslage und mehr Freiheit zu erreichen erhoffte.

Die Ausstellung wird bis zum
10. März im Mehrgenerationenhaus, Fritzenwiese 46, in Celle gezeigt. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags, 9 bis 12.30 Uhr, und freitags, 9 bis 12 Uhr oder nach Absprache unter Telefon (05141) 279155. Eine durch die Künstler betreute Besichtigung wird freitags von 14 bis 17 Uhr angeboten.

Von Doris Hennies

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