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Celle Stadt Breite Palette künstlerischen Schaffens
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Breite Palette künstlerischen Schaffens
16:45 18.03.2019
Stiftungs-Geschäftsführer Friedhelm Feldmann mit den Preisträgern Jörg Bach, Herbert Nouwens, Gert Wiedemaier und Simon Blume (von links). Quelle: Doris Hennies
Celle

Seit 2015 bietet die Celler Kunststiftung „Heitland-Foundation“ mit „Heitland Honneur“ eine Plattform, die sich mit den unterschiedlichsten Genres in der Kunst der Gegenwart beschäftigt. Ausgewählte Künstler werden gefördert und durch die dotierten Auszeichnungen auch ins Licht einer größeren Öffentlichkeit gerückt. In den Räumen der Galerie Dr. Jochim präsentiert die Stiftung aktuell Arbeiten der fünf Preisträger aus den vergangenen zwei Jahren in einer Ausstellung. Bei der Eröffnung fand auch die offizielle Übergabe von Urkunde und Anstecknadel statt.

Freiräume für künstlerische Arbeit

Unternehmer und Stifter Volker Heitland über „Heitland Honneur“: „Die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel werden an Künstlerinnen und Künstler vergeben, um Projekte zu ermöglichen oder auch um Freiräume für die jeweilige künstlerische Arbeit zu schaffen. Unabhängig von spezifischen zeitgenössischen Geschmackskriterien wollen wir beispielhafte ästhetische Positionen auch von Künstlern auszeichnen, die nicht durchweg im internationalen Rang abgesichert sind.“ Gezeigt werden Arbeiten von Gert Wiedmaier, Simon Blume, Nils Völker, Herbert Nouwens und Jörg Bach.

Bildern wie hinter satiniertem Glas

Geheimnisvoll und nebulös wirken die Fotoarbeiten von Gert Wiedmaier. Durch das Auftragen von bis zu 50 feinen Wachsschichten entstehen Bildern wie hinter dickem, satiniertem Glas. Klare Konturen verwischen, die Einzelheiten verschwinden, die Optik wird auf das Wesentliche, noch Erkennbare beschränkt. In anderen Fotos arbeitet der Künstler mit Doppelbelichtung, die dem Gezeigten eine besondere Patina verleiht.

Der Celler Simon Blume lebt und arbeitet in Berlin und Brandenburg: „Ich arbeite mit Formen und Farben. Ich transformiere sie, forme sie um, spiele, experimentiere mit ihnen, verschiebe ihre Kontexte.“ Vorbilder liefert die Pflanzenwelt mit ihren ornamentalen Mustern und abstrakten Gebilden. Als Skizze gesammelt, werden sie im Atelier übertragen, geschnippelt, geklebt, zusammengesetzt und bearbeitet.

Abstrakte Skulpturen

Die beiden renommierten Bildhauer, der Niederländer Herbert Nouwens und der heute in Baden.Württemberg lebende Jörg Bach, sind dem kunstinteressierten Celler Publikum bereits seit der Skulpturenwoche im vergangenen Jahr ein Begriff. Nouwens Werk – eine silberglänzende Stehle aus Edelstahl – steht am Celler Hafen, Bachs Skulptur hat schon fast eine Heimat im Celler Heilpflanzengarten gefunden. Abstrakte, abstrahierte Objekte mit einer ganz eigenen, sehr individuellen Formensprache, die kleinformatig nun auch in der Galerie an der Magnusstraße zu sehen sind.

Sackähnliche Gebilde zum Leben erweckt

Der Fünfte im Bunde, der Berliner Nils Völker, konnte nicht anwesend sein. Die Arbeiten des Aktionskünstlers – vornehmlich mit sackähnlichen Gebilden, die mithilfe von zugeführter und abgesaugter Luft zum Leben erweckt werden, gleichsam ein Ballett homogener Vielfalt – kann der Betrachter anhand eines Videoeinspielers ansehen.

Die Ausstellung ist in der Galerie
Dr. Jochim, Magnusstraße 5, in Celle bis zum 22. April zu sehen. Öffnungszeiten: donnerstags und freitags, 14 bis 18 Uhr, samstags,
11 bis 16 Uhr.

Von Doris Hennies

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