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Celle Stadt Am Celler Nordwall geht es voran
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Am Celler Nordwall geht es voran
14:00 13.09.2019
Von Michael Ende
Darauf mussten die Celler jahrelang warten: Am Nordwall sind jetzt die Bagger im Einsatz. Sie arbeiten sich Richtung Neumarkt vor. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Bagger brummen, Presslufthämmer scheppern: Bevor die Oberfläche des Celler Nordwalls für den gegenläufigen Verkehr ausgebaut werden kann, geht es im Untergrund richtig rund. Seit Anfang August arbeiten sich Kanalarbeiter durch den Boden unter der Straße am Rand der Altstadt und verlegen dort neue Schmutz- und Regenwasserkanäle: Es geht voran.

Alles im Zeitplan

"Mit den Arbeiten am Äußeren Ring liegen wir im Zeitplan", sagt die städtische Pressesprecherin Myriam Meißner: "Die Kanalbauarbeiten finden zurzeit im Knotenpunkt Theo-Wilkens-Straße / Schuhstraße statt und werden anschließend Richtung Neumarkt fortgesetzt." Die Versorgungsunternehmen befänden sich nun auch im Nordwall und bewegten sich Schritt für Schritt weiter in Richtung Neumarkt.

Acht Monate gesperrt

Die erste Bauphase erstreckt sich bis in den Grundstücksbereich Nordwall 5. "Im östlichen Teil des Nordwalls kann zur Einhaltung der Sicherheitsvorschriften nur unter Vollsperrung gearbeitet werden", erläutert Meißner. Anlieger könnten ihre Grundstücke vom Neumarkt aus erreichen: "Im westlichen Teil des Nordwalls steht dann mehr Arbeitsraum zur Verfügung, sodass voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 die Vollsperrung aufgehoben werden kann und der Verkehr einspurig im Nordwall in Richtung Neumarkt an der Baustelle vorbeigeleitet wird." Dafür hatte sich insbesondere Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU) eingesetzt, der gegen die von den Straßenplanern ursprünglich angedachte Lösung einer zweijährigen Vollsperrung sein Veto eingelegt hatte: "So wurde entsprechend umgeplant, sodass die Verkehrsteilnehmer nur insgesamt rund acht Monate diesen Bereich des Nordwalls meiden müssen."

Zahnarzt zieht um

Die meisten Häuser auf der zur Aller gewandten Nordwall-Seite wurden bereits abgerissen. Das Haus eines Zahnarztes steht noch da. "Der Abriss erfolgt 2020. Ein Termin steht derzeit noch nicht fest", so Meißner. Zahnarzt Siegmar Dabitz habe in ein Tauschgeschäft eingewilligt. Er besitzt das Haus Nordwall 2, das für die Planung wichtig ist, da es weit in die künftige Abbiegespur in Richtung Norden hineinragen würde. Dafür erhält er das Haus an der Theo-Wilkens-Straße 1, das von der Stadt noch entsprechend hergerichtet werden soll. Angesprochen auf Gerüchte zum Abriss sagt Dabitz: "Es ist alles wunderbar und läuft wie geplant." Und so solle es auch weitergehen, kündigt Meißner an: "Zu den Arbeiten im Anschlussbereich der Theo-Wilkens-Straße beziehungsweise am Kreuzungspunkt Theo-Wilkens-Straße/Nordwall/Schuhstraße wird es Anfang der kommenden Woche noch eine gesonderte Mitteilung geben."

Darum erhält die Stadt Celle jetzt 5 Millionen Euro vom Land. Und darum werden Celler Hausbesitzer deshalb zur Kasse gebeten.

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