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Celle Stadt Bemerkenswerte Jazz-Session
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bemerkenswerte Jazz-Session
18:00 10.09.2018
Dima Mondello (vorne) und sein aktuelles Trio sowie Gast Peter Ruhr begeisterten bei ihrer Jazz-Session in Kunst & Bühne. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Was lange wert … und wie gut es wurde! Die Besucher der Jazz-Session der Neuen Jazzinitiative Celle (NJIC) mit Dima Mondello bekamen am Freitag nicht nur eine bemerkenswerte Session von Profis und begeisterten Musikern zu hören, sondern auch ein außergewöhnliches Konzert präsentiert. Einer der Gründe: Special Guest Peter Ruhr am Klavier. Mit seinem Mississippi Blues und Boogie Woogie Style plus Gesang begeisterte er nicht nur die Zuhörer in Kunst & Bühne, sondern auch seine Kollegen. „Ich habe über zwei Jahre lang gehofft, einmal mit ihm so zusammen zu spielen“, so Mondello.

Eröffnet haben der Saxofonist und sein aktuelles Mondello-Trio (am Klavier Friedhelm Keil und an der Cajon Christian ‚Beatbox‘) – diesmal mit nostalgischem „Sophisticated Jazz“. Mit Songs wie „South of the border“, „Ain’t misbehaving“ und „Autumn leaves” ließ Mondello den klassischen Tanzbar-Jazz aus den 1930er bis 1950er Jahren wieder erstehen. Dazu gab es Erläuterungen und Beispiele – sowie die Demonstration, wie diese Musik damals gespielt wurde: Die Betonung lag stets auf dem Liedthema, die Solisten passten ihr Spiel musikalisch der Melodie an, sodass die Musik durchgehend tanzbar blieb.

Getanzt wurde in der Celler Kulturbar nicht, allerdings nahmen viele Arme, Köpfe und Beine den Rhythmus auf. Aus dem üblichen „Opener“ wurde ein echtes Stück Konzertprogramm, das das Publikum in die Jazz Clubs im Süden Amerikas mitnahm – den Cotten Clubs, bis nach Frankreich, wo die Soldaten nach dem Krieg ihre Musik hören wollten. „Eine Musik voller Charisma und Charme“, fand Mondello. „Ich habe den Toningenieur gebeten alle Mikrofone aus zu machen, damit die Zuschauer erleben können, wie es damals ohne elektrische Sound- Verstärkung klang.“

Einen Höhepunkt setzte Peter Ruhr. Erst spät, dafür umso leidenschaftlicher für seine Musik – vor allem Boogie Woogie – entbrannt, griff er voller Enthusiasmus in die Tasten und riss die Zuhörer mit. Auch er moderierte mit viel Witz seine Stücke und erwies sich als Entertainer und Showman. Ein Stück Session mit Heinrich Römisch am Bass und Peter Cassare am Schlagzeug rundete diesen Eindruck ab.

Von Doris Hennies

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