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Celle Stadt Berkefeld bietet Auszubildenden eine Zukunftsbranche
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Berkefeld bietet Auszubildenden eine Zukunftsbranche
15:28 13.06.2010
Von Susanne Harbott
Patricia Milchert lernt den Beruf des Elektroanlagenmonteurs. Hier arbeitet die 18-Jährige an einem Schaltschrank. Quelle: Jasmin Nemitz
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„Wir bilden Elektroanlagenmonteure, Industriemechaniker, technische Zeichner und Industriekaufleute aus“, erklärt Judith Wanke, Human Resources Managerin. „Bis Ende September sollten sich die Interessenten für einen Ausbildungsplatz 2010 beworben haben, denn dann gehen wir schon in die ersten Tests.“ Allgemeinwissen, sowie berufsbedingtes Wissen würden abgefragt. „Bei den Technikern sind das natürlich andere Fragen, als bei den Kaufleuten.“ Bei letzteren käme es auch auf die Präsenz im persönlichen Gespräch an. „Wer sich gut verkauft, hat auch gute Chancen.“

Einer der neuen Auszubildenden seit diesem August ist Patricia Milchert. Die 18-Jährige hat sich allerdings nicht für einen kaufmännischen Beruf entschieden: „Ich lerne Elektroanlagenmonteurin“, sagt sie stolz über diesen meist männlich besetzten Berufszweig. „Ich wollte eigentlich Kfz-Mechatroniker werden, doch alle Betriebe, bei denen ich mich beworben hatte, konnten keine sanitären Anlagen für Frauen vorweisen.“ So sei sie abgewiesen worden. „Durch Zufall bin ich dann bei Berkefeld gelandet und ich muss sagen, die Ausbildung macht mir großen Spaß.“ Der Umgang mit den männlichen Kollegen sei super. „Zuerst habe ich geglaubt, ich müsse mir Respekt verschaffen, aber da gibt es keine blöden Sprüche oder so“, sagt Patricia.

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„Ich habe von vornherein gesagt, dass ich keine Extrawürste will. Ich lerne den Beruf wie jeder andere auch.“ Mit ihrer zielgerichteten Art kommt die Auszubildende bei den Kollegen gut an und auch ihre Familie freut sich über ihre Entscheidung für einen technischen Beruf. „Von Zuhause erhalte ich alle Unterstützung, die ich brauche.“ Aus der Personalabteilung heißt es: „Wir freuen uns, wenn auch Mädchen in die technischen Berufe wollen“, so Reimers. Die Entscheidung für oder gegen einen Bewerber sei aber nie vom Geschlecht abhängig: „Wir nehmen natürlich den, der besser zu uns passt und sich dementsprechend präsentiert hat.“

Auszeichnung als Top-Arbeitgeber

Im Nachwuchsbereich engagiert sich die Celler Firma Berkefeld auf vielen Ebenen. "Unsere Branche hat ein großes Zukunftspotenzial," sagt Stefan Jakubik, Leiter für Marketing und Kommunikation. "Wasser wird immer knapper und die Möglichkeiten zur Wiederaufbereitung sind gefragter denn je."

Weil das Unternehmen zukuftsweisend arbeitet und seine Mitarbeiter fördert, ist es in diesem Jahr mit dem Titel "Top-Arbeitgeber 2009" ausgezeichnet worden. "Wir sind bemüht, jährlich zwei Trainees auf der Ingenieurschiene einzustellen", sagt Human Resources Manager, Holger Reimers. "Diese durchlaufen dann all unsere Abteilungen." Auch sich noch im Studium befindende Personen sind bei Berkefeld gern gesehen. "Wir bieten unsere Zusammenarbeit bei Diplomarbeiten an", so Reimers. Zudem können Schüler einjährige Praktika im Rahmen ihrer Schulausbildung absolvieren.