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Celle Stadt "Esmeralda" besucht Schüler
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Esmeralda" besucht Schüler
21:00 12.02.2019
Ricarda Pietrusky (links) und Britta Eggers vom Wildtierpark Müden waren am Dienstag gemeinsam mit Eule "Esmeralda" zu Besuch in der Grundschule Heese-Süd. Quelle: Oliver Knoblich
Heese

Aufgeregt drehen sich die Kinder zur Seite, als der große Vogel plötzlich anfängt, mit seinen Flügeln zu schlagen. Aber der Schreck vergeht schnell wieder. Deutlich ist die Begeisterung der jungen Naturinteressierten zu spüren, viele von ihnen sind zum ersten Mal in unmittelbarer Nähe eines solchen Wildtieres.

Mitarbeiterinnen des Wildparks Müden sind am Start

Die Schüler der Klasse 3a an der Grundschule Heese-Süd nehmen an diesem Dienstagvormittag an einem besonderen Sachkundeunterricht teil. Zwei Mitarbeiterinnen des Wildparks Müden, Britta Eggers und Ricarda Pietrusky, haben Federn, Gewölle und Eier mitgebracht, um den Kindern Wissenswertes über Wildvögel und ihre Lebensweisen zu vermitteln. Anhand der Federn lernen die Schüler Unterschiede zwischen Greifvögeln und Eulen kennen, bei den Eiern stößt vor allem das riesige Straußenei auf Interesse.

Knochen werden als Gewölle hochgewürgt und ausgespuckt

Zudem sorgen kleine grünliche Pellets für rätselnde Gesichter. Einige vermuten, es sei Futter, andere tippen auf getrocknete Ausscheidungen. Tatsächlich handelt es sich um ein bisschen von beidem, wie Pietrusky erklärt: „Zur Beute einer Eule gehören Ratten, Igel und viele andere Tiere bis zur Fuchsgröße. Sie verdaut aber die Knochen nicht. Die werden als Gewölle wieder hochgewürgt und ausgespuckt.“

Falknerin erläutert Details des Vogels

Der Höhepunkt in dieser Unterrichtsstunde ist definitiv der drei Kilo schwere Uhu „Esmeralda“, der die ganze Zeit mehr oder weniger still auf Pietruskys Arm sitzt. Die Falknerin zeigt den Kindern viele Details an Schnabel und Krallen, erläutert die Tastfedern und das Gehör. Schließlich dürfen die Schüler dem Tier über den Rücken streicheln, der Uhu richtet sich einmal kurz auf, nimmt die vielen fremden Hände ansonsten aber mit aller Gelassenheit hin. „Es kann nichts passieren“, versichert Pietrusky, „Esmeralda ist ja angebunden".

Schulgarten anzulegen war das größte Projekt

Vertretungslehrerin Silvia Bartscher leitet heute den Sachkundeunterricht und ist sehr zufrieden mit der Präsentation. Sie verweist auf die Notwendigkeit, den Kindern einen nachhaltigen Umgang mit der Natur beizubringen: „Unser größtes Projekt der letzten zwei Jahre war das Anlegen unseres Schulgartens. Die Schüler sollen hautnah mit der Natur in Kontakt kommen, und dazu zählen eben auch die Wildtiere.“

"Ich habe keine Angst vor den Krallen"

Die neunjährige Marlene ist begeistert: „Das war toll. Ich war schon mal in einem Vogelpark, da durfte ich die Vögel nicht anfassen. Ich habe aber keine Angst vor den Krallen.“ Ihre Freundin Leni hat sogar schon einmal einen Greifvogel gehalten. „Ich musste einen von diesen Lederhandschuhen tragen“, berichtet sie. Die ebenfalls neunjährige Nilay ergänzt: „Ich fand es spannend. Sonst kenne ich nur diese schwarzen Vögel draußen, so einen wie den hier habe ich noch nie gesehen. Ich bin aber ganz schön erschrocken, als Esmeralda plötzlich mit den Flügeln geschlagen hat.“

Besseres Verständnis für Natur erzeugen

Eggers und Pietrusky nutzen die Wintersaison, um die Vögel, die von Geburt an für ihre Aufgabe trainiert werden, zu beschäftigen und gleichzeitig den Schülern ein besseres Verständnis für ihre Umwelt näher zu bringen. „Es ist schon erstaunlich, wie wenig Kinder heute über die Natur wissen“, bemerkt Eggers „Singvögel können sie vielleicht noch erkennen, aber dann ist auch schon Schluss. Und so eine Eule ist eben doch was ganz anderes als ein Spatz.“

Von Svenja Gajek

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