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Celle Stadt Blaue Biker-Ritter knattern durch Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Blaue Biker-Ritter knattern durch Celle
19:01 19.08.2018
Vor und nach den Touren wurde es gesellig: Bei strahlendem Wetter konnte man die "Blauen Ritter" auf den Landstraßen der Südheide bewundern. Quelle: Anke Schlicht
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Die weiteste Anreise hatten unsere englischen Teilnehmer, sie sind 1.500 Kilometer gefahren“, berichtet der President der „Blue Knights“ Deutschland, Frank Hoffmeister. Er trägt Uniform wie alle anderen Frauen und Männer, allerdings eine völlig andere als im beruflichen Alltag. Wer die Gruppe bei der ersten Zusammenkunft am Freitagabend erlebt, mag kaum glauben, dass die so lässig wirkenden Biker in ihren Kutten mit blauem Emblem, teilweise langen Bärten und Ohrringen, alle im Dienst der Ordnungsmacht stehen. „Wir sind Polizisten, Justizbeamte oder für den Zoll tätig“, erläutert Hoffmeister, der den vergleichsweise kurzen Weg aus Uelzen auf seiner Harley Davidson zurückgelegt hat.

Ihre Wurzeln hat die Vereinigung in den USA, die nach dem Vietnamkrieg gegründete Bewegung schwappte nach Europa rüber. Ein Ziel ist es, das Image der Motorradfahrer in der Öffentlichkeit zu verbessern. Dazu gehört auch, dass bei allen Treffen für einen guten Zweck gesammelt wird. In diesem Jahr sind die Clinic-Clowns Empfänger eines stolzen Betrages. Der Justizbeamte Hoffmeister macht eine gute Figur auf seinem fahrbaren Untersatz: „Ich mag die Form, man sieht den Motor, vor allem aber der Klang gefällt mir“, sagt er.

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Am Freitagabend sind die eindrucksvollen Maschinen noch in Ruhestellung zu bewundern, es fehlt keine Marke. Teilweise sind es mit sämtlichem Komfort ausgestattete „fahrende Sofas“. Samstagvormittag entfalten die BMWs, Hondas, Kawasakis und Yamahas ihre volle Pracht. „Einige unserer Mitglieder aus Holland und England haben den Wunsch geäußert, die Gedenkstätten Bergen-Belsen und des ICE-Unglücks in Eschede zu besuchen“, berichtet Hoffmeister.

Die Orte wurden in die 85 bis 150 Kilometer langen Touren über Celle, Faßberg, Müden, Hermannsburg und Eschede integriert. „Dann sind wir mal wieder auf der Straße“, ist aus den Reihen der Gäste zu hören. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit ist den durch ihre berufliche Tätigkeit und ihr Hobby miteinander verbundenen Männern und Frauen sehr wichtig. Die Frage, ob man sich auch über den Job austausche, verneint der President. „Wir kommen zusammen, um abzuschalten, zu fahren und zu feiern.“ Und was bedeutet dieses Treffen mit Gleichgesinnten für jemanden wie ihn, der schon seit 1977 ein begeisterter Biker ist, ganz persönlich? „Offene Grenzen, ein offenes Europa“, antwortet Frank Hoffmeister ganz spontan.

Von Anke Schlicht