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Celle Stadt Celle blüht auf: "Blühende Landschaft" - zwei Hektar plus x
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle blüht auf: "Blühende Landschaft" - zwei Hektar plus x
17:48 20.03.2018
Von Maren Schulze
Celle Stadt

Celle. Mittlerweile haben Landkreis und Stadt als Partner neue Saattütchen erhalten. Im CZ-Kundencenter ist das Saatgut mit 41 verschiedenen Pflanzensamen noch erhältlich, Nachschub wird geordert. Wer für größere Flächen Saatgut benötigt, kann dies bei der CZ bestellen (siehe Bestellformular auf Seite 19). Bis 20 Quadratmeter ist es für Privatpersonen kostenlos, bei Vereinen, Verbänden, Gemeinden und sozialen Einrichtungen liegt die Grenze bei 100 Quadratmetern. Alles, was darüber hinaus geht, gibt die CZ zum Selbstkostenpreis weiter. Auch hier wurde bereits nachgeordert, die zweite Nachbestellung ist auch schon wieder nötig. Wenn alle Saatguttütchen in den Händen der ambitionierten Gärtner gelandet sind, hat die CZ gemeinsam mit ihren Partnern, bei denen die Blühmischung auch erhältlich ist (siehe unten), bislang Saatgut für 15.000 Quadratmeter Fläche verschenkt, mehr als 16 Kilogramm (entsprechend einer Fläche von mehr als 8000 Quadratmetern) loses Saatgut ist bereits vorbestellt von Menschen, die 400, 700 oder gar 1100 Quadratmeter große Blühflächen planen.

Auch die Stadt Celle ist bei „Celle blüht auf“ dabei und wird mit ihren Projekten den „Gesamt-Flächenstand“ in Sachen „Blühende Landschaft“ weiter nach oben treiben. Und damit soll noch lange nicht Schluss sein. Viele Interessierte – von Schulen, Kindergärten, Firmen und Kleingärtnern haben sich bereits gemeldet. Und die CZ hofft, dass sich noch viele weitere Mitstreiter finden. „Gemeinsam kann man viel erreichen. Wir freuen uns auf viele weitere Ideen und auf noch mehr Bürger, die mitmachen“, sagt CZ-Chefredakteur Ralf Leineweber. Und das ist auch bitter nötig. Nach dem kalendarischen Frühlingsanfang gestern unterstreicht das Bundesamt für Naturschutz die Bedeutung dieser Arbeit: „Der oft zitierte stumme Frühling ist längst dabei, Realität zu werden. Das wird besonders dann deutlich, wenn die Natur zu Ostern nach den frostigen Tagen wieder zum Leben erwacht“, sagt Professor Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz. Die Veröffentlichung einer Studie zum dramatischen Rückgang der Biomasse der Insekten in Deutschland mit Daten des Entomologischen Vereins Krefeld führt seit Oktober 2017 bundesweit zu Diskussionen. Um Aussagen über Ausprägung und Auswirkungen des Insektenschwundes machen zu können, sind neben Informationen zur Stärke des Rückgangs jedoch auch Informationen zu Veränderungen bei den Einzelarten nötig. Genau diese liefern die bundesweiten Roten Listen, die das Bundesamt für Naturschutz veröffentlicht.

In den Roten Listen der gefährdeten Arten Deutschlands werden seit den 1970er Jahren auch tausende Insektenarten bewertet. Auch die Botschaft der aktuellen Roten Listen der wirbellosen Tiere ist eindeutig: „Der Rückgang vieler Arten überwiegt weiterhin. Hier haben wir es mit einer klar belegten und bundesweit zu beobachtenden Entwicklung zu tun“, fasst Jessel zusammen. Der können wir gemeinsam entgegenwirken. Mit vielen Ideen und Menschen, die mitmachen.