Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Blumläger Schule fußt auf Friedhofsgelände
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Blumläger Schule fußt auf Friedhofsgelände
17:56 22.01.2018
Von Dagny Siebke
Celle Stadt

Nichts deutet an der Blumlage mehr auf die Existenz eines alten Friedhofs hin. Der markante Straßenzug erstreckt sich zwischen Maschplatz und Sankt-Georg-Garten und mündet in die Braunschweiger Heerstraße. An der Ecke Jänickestraße beleben viele Kinder das markante Backsteingebäude der Blumläger Schule. Bereits auf Stadtplänen des 20. Jahrhunderts war dort an Ort und Stelle die Volksschule I verzeichnet. Doch ein Blick in Karten des 18. Jahrhunderts verrät, dass inmitten des Straßenverlaufs der Blumlage ein Sakralbau stand. Dahinter markieren kleine Kreuze das Friedhofsgelände. Hobby-Historiker Hendrik Altmann hat das Kartenmaterial in seinem Privat- und im hiesigen Stadtarchiv ausgegraben. Ein Leser regte ihn über seine Facebook-Seite "Heimatforschung Landkreis Celle" zur Recherche an.

Regelmäßig ist Altmann in seiner Freizeit unterwegs und forscht nach historischen Spuren und Geschichten. Seit 2012 sind in seinem Blog "Found Places" bereits mehr als 250 Beiträge zusammengekommen. Gelegentlich hält der 30-Jährige Vorträge, ist ehrenamtlich als Sondengänger tätig und arbeitet mit Denkmalbehörden und Archäologen zusammen. Dieses Mal war die Recherche recht unkompliziert. "Durch die Einbindung der historischen Karten in aktuelle Satellitenbilder ließ sich die Lage und Entwicklung der Gebäude und Flächen gut nachvollziehen", sagt Altmann. Doch als er anschließend Chroniken und andere schriftlichen Quellen wälzte, stellte sich jedoch heraus, dass es auf der Blumlage früher nicht nur diesen einen Sakralbau gegeben hatte. "In manchen Quellen lassen sich daher Verwechslungen nicht ausschließen", betont der Heimatforscher.

Bei seiner Recherche machte Altmann noch eine besondere Entdeckung. "Ich stieß auch auf die historischen Zusammenhänge zum alten Ort Blumlage, der sich der Quellenlage nach im Bereich des heutigen Großen Plans und der Bergstraße befunden haben soll", erzählt er. "Im Zuge des Ausbaus der Stadtbefestigung wurde dieser Ort allerdings zur Stadt Celle eingemeindet und hörte auf zu existieren."

Erstmals erwähnt wird die "Blumenlage" in einer Urkunde vom 23. Juni 1308 – also nur 16 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt "Neu-Celle" durch Herzog Otto den Strengen vom 25. Mai 1292. Die Mauernstraße verläuft oberhalb des alten Ortes "Blomelaghe" und markiert den Verlauf der ursprünglichen Stadtmauer, die bis Anfang des 16. Jahrhunderts die Stadt nach Süden absicherte. "Diese Mauer bestand allerdings nur aus gebrannten Ziegeln und war somit in Zeiten moderner Belagerungswaffen nicht mehr auf dem Stand der Technik", erläutert Altmann. "Unter Herzog Ernst dem Bekenner (1497–1546) wurden schließlich die Stadtbefestigungen ausgebaut und die alte Stadtmauer gegen eine massive Umwallung ausgetauscht." Im Zuge dieser Maßnahme musste der alte Ort "Blomelaghe" weichen.

Die Resonanz zum Blogeintrag war groß. "Ich stelle immer wieder fest, dass regionalhistorische Themen auf großes Interesse stoßen", betont Altmann. "Es kommt eigentlich nur darauf an, die Themen entsprechend aufzubereiten und anschaulich zu präsentieren."

Hendrik Altmann möchte sich weiter mit seinen Lesern vernetzen. Einige haben schon von der Existenz des Friedhofs gehört und verweisen auf Vorfahren, die dort beerdigt worden sein sollen. Andere berichten von Bauarbeiten, bei denen man Knochen oder gar Schädel gefunden habe. Wenn Celler Altmann weitere Informationen liefern, "wird daraus richtige Heimat-Forschung, denn neben Themen, die mir bereits bekannt sind, kommen ständig bislang unbekannte hinzu", erklärt er. Mehr Infos im Internet unter found-places.blogspot.de

"Ich freue mich, dass wir so ein erfolgreiches Angebot wie Elterntalk aufrechterhalten können. Es handelt sich dabei um eines der wertvollen Konzepte, denen es gelingt, mit Familien mit Migrationshintergrund über Erziehungsthemen so offen und doch so privat in Austausch zu treten. Elterntalk hat sich zu einem Erfolgsmodell in Stadt und Landkreis entwickelt“, so Kai Thomsen, Geschäftsführer der CD-Kaserne, bei der das Projekt Elterntalk seit Dezember 2014 angeschlossen ist und bisher durch die der Landesstelle Jugendschutz vollständig gefördert wurde. „Zum Jahreswechsel lief diese Förderung aus und wir mussten einen Partner finden. Diesen haben wir mit dem Landkreis Celle gefunden“, so Thomsen weiter.

Michael Ende 22.01.2018

Mit einem lauten, provokanten Streich wird das Publikum gleich mitten hineingeworfen, in einen Moment der Geschichte: Frieder hat zu Heilig Abend den Weihnachtsbaum am Dorfplatz gefällt und lässt sich feiern. Das Stück „Auerhaus“ für Jugendliche und jung-gebliebene Erwachsene aus der Feder von Bov Bjerg feierte am Donnerstag in der voll besetzten Halle 19 eine gelungene Premiere – und damit Maurizio Micksch als Regisseur.

25.01.2018

„Eigentlich mag ich den oft fehlinterpretierten Begriff ,Lichtkunst‘ nicht so gerne, ich bezeichne mich lieber als Schaffende bildender Kunst“, verrät Brigitte Kowanz in ihrer kurzen Dankesrede vor zahlreichen Gästen im Celler Kunstmuseum. Den Deutschen Lichtkunstpreis 2018 übernehme sie aber geehrt und mit Stolz. Brigitte Kowanz ist die dritte Preisträgerin der von Robert Simon 2014 initiierten und am Sonntag in einer festlichen Feierstunde überreichten Auszeichnung.

21.01.2018