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Celle Stadt Briten-Abzug als Chance
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Briten-Abzug als Chance
14:11 24.07.2011
Von Michael Ende
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Celle Stadt

Celles Oberbürgermeister Dirk Ulrich Mende (SPD) tut das einzig Richtige - zumindest wenn es um den für den Sommer 2012 angekündigten Abzug der britischen Garnison geht: Er versucht, dem Unvermeidlichen Positives abzugewinnen. Das muss kein Wunschdenken bleiben. "Im Gegensatz zu anderen Kommunen, die noch britische Standorte sind und im Unklaren schweben, wissen wir wo es lang geht: Im nächsten Sommer leert sich die Kaserne an der Hohen Wende. Damit müssen wir umgehen."

Derzeit versucht man im Celler Rathaus , die Folgen des Briten-Abzugs abzuschätzen: Mit dem Weggang der aktuell in Celle stationierten 599 britischen Soldaten und 540 Familienangehörigen würden neben 363 Wohneinheiten auch Liegenschaften in einer Größenordnung von 31 Hektar frei, die sich auf die Kaserne Hohe Wende mit Nebenflächen, die NAAFI und die britische Grundschule verteilen. "Mit dem Abzug Briten geht gleichzeitig ein Verlust von Kaufkraft von rund neun Millionen Euro einher, der derzeit noch nicht genauer beziffert werden kann", schätzt man im Rathaus.

"Verwerfungen" werde es in vielen Bereichen geben, sagt Mende: "Beispiel Wohnungsmarkt - grundsätzlich muss der Celler Markt das verkraften können." Gut für Celle sei, dass sich die von Briten genutzten Häuser zum überwiegenden Teil in Bundeshand befänden. Mende: "Ich könnte mir vorstellen, teilweise Wohnungen über die städtische WBG für junge Familien zu vermarkten."

Positiv sei auch, dass man gegenüber potentiellen Investoren klare Ansagen machen könne, meint Mende: "Wenn es zum Beispiel eine Firma gibt, die sich erweitern will und die Flächen braucht, dann kann ich sagen: Ab 2013 können wir darüber reden." Dies sei ein Vorsprung gegenüber vergleichbaren Kommunen. Die derzeitigen Überlegungen für die Zukunft der Hohen Wende seien allerdings noch nichts für die Öffentlichkeit, sagt Mende: "Es gibt ein breites Spektrum der Möglichkeiten - aber die sollen noch nicht zerredet werden."