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Celle Stadt Brutaler Überfall auf Benno Eisermann
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Brutaler Überfall auf Benno Eisermann
17:39 21.07.2011
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler hatte einer der Täter am frühen Mittwochmorgen Eisermann bedroht. Beide sollen sich aus der Schaustellerbranche kennen. Der Mann wurde zunächst von herbei gerufenen Polizeibeamten zur Dienststelle gebracht. Nach einer „zielgerichteten Gefährderansprache“, so heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft Celle, und dem Ausschöpfen aller „polizeilichen Eingriffsmaßnahmen“ war der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Offensichtlich hatte sich der Schausteller aber nicht beruhigt. Kurze Zeit später tauchte er mit mehreren anderen Männern am Privatgrundstück von Eisermann auf. Mit einem Auto durchbrachen die Täter das Einfahrtstor. Zwei der Männer verschafften sich daraufhin gewaltsam Zutritt zum Haus des Vorsitzenden des Dehoga-Kreisverbandes, wobei sich einer verletzt haben soll.

Als die beiden auf Eisermann trafen, fackelten sie nicht lange und schlugen mit einem Baseballschläger auf den Gastronomen ein. Immer wieder trafen sie den Kopf ihres Opfers, die Schläge waren so heftig, dass der Baseballschläger schließlich zerbrach, erst dann ließen die beiden Männer von Eisermann ab und flüchteten.

Nach Angaben der Ermittler erlitt Eisermann schwere Kopfverletzungen, trotzdem gelang es ihm noch, die Polizei zu rufen. Der 54-Jährige kam in ein Krankenhaus, eine sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos. Die Ermittlungen dauern an. Gerüchte, wonach einer der Täter festgenommen wurde, wollte die Polizei nicht bestätigen.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzu8ng eingeleitet. Allerdings wird derzeit sogar geprüft, inwieweit „Tatbestandsmerkmale eines versuchten Tötungsdeliktes erfüllt sein könnten“. Im Klartext heißt das: Ob die Männer Eisermann umbringen wollten.

Eisermann selbst wollte gegenüber der Celleschen Zeitung vorerst keine weiteren Auskünfte zum Tatgeschehen und möglichen Motiven für den Überfall machen. Er wolle zunächst abwarten, bis alle Täter dingfest gemacht seien. Auch über seinen Aufenthaltsort machte Eisermann aus Sicherheitsgründen keine Angaben.