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Celle Stadt Türchen 8: Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Türchen 8: Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke
10:00 08.12.2019
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: Audrey-Lynn Struck
Osterloh

Die Tage bis Heiligabend vergehen wie im Flug und mit jedem Türchen, das abgerissen wird, wächst der Stress – vor allem was den Weihnachtseinkauf betrifft. Verzweifelt versucht man sich zu erinnern: Hat der Partner irgendeinen Wunsch mal erwähnt? Hat er nicht einmal von einem Haustier gesprochen? Und Schwuppdiwupp ist der Entschluss gefasst, es geht zum Züchter oder ins Tierheim. Für Gabriele Lodder eine grausige Vorstellung, die viel zu oft Realität wird. "Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke. Sie sind Lebewesen und vor allem Familienmitglieder", betont die erste Vorsitzende des Celler Waldtierheims.

Rund 20 Katzen warten auf ein neues Zuhause. Quelle: Audrey-Lynn Struck

Verein aktiver Tierfreunde hat 620 Mitglieder

1992 gründete sich der Verein aktiver Tierfreunde, fast zehn Jahre später wurde ein großes Gelände in der Nähe von Osterloh gekauft. Auf mehreren Hektar wohnen momentan an die zehn Hunde und 20 Katzen. Zehn weitere Katzen sind in Pflegestellen untergebracht.

Ob Zwingersanierung, Gas oder Futter: Alles wird durch Spenden finanziert. Vor allem die Mitgliederbeiträge sind eine wichtige Geldquelle. "Wir haben rund 620 Mitglieder, die mindestens 20 Euro pro Jahr bezahlen. Einige zahlen aber natürlich auch mehr", sagt Lodder.

Vorsitzende Gabriele Lodder gab einst selbst einer Katze aus dem Waldtierheim Celle ein neues Zuhause.  Quelle: Audrey-Lynn Struck

Vorsitzende holt sich Katze aus Waldtierheim

Die Vorsitzende ist seit rund zehn Jahren im Tierheim aktiv – einen Großteil davon als Mitglied im Vorstand. "Ich habe mir damals hier eine Katze ausgesucht und fand von Anfang an die familiäre Atmosphäre toll", schwärmt Lodder. Stundenlang saß sie im Katzenhaus, fand dort auch ihr Traumtier.

Zehn weitere Katzen sind in einer Pflegestelle bei Lodder untergebracht. Quelle: Audrey-Lynn Struck

Wohl des Tieres steht im Vordergrund

Zu Weihnachten geben die Ehrenamtlichen äußerst ungerne Tiere ab. Zu groß sei die Gefahr, dass sich die Menschen die Adoption nicht gut genug überlegt haben. "Vor allem kleine, junge Tiere legt man dann gerne mit einer Schleife unter den Weihnachtsbaum", weiß Schriftführerin Daniela Töllner. Später käme dann oft das böse Erwachen, das Tier muss zurück ins Tierheim. Lodder und ihr Team gucken sich die möglichen Besitzer ganz genau an. "Wir haben eine große Verantwortung. Schließlich entscheiden wir über das Wohl des Tieres", so Töllner.

Quelle: Audrey-Lynn Struck

Erdnuss-Schneemänner zum Nachbasteln

Neben Keksen bekam das Waldtierheim Celle auch zwei selbst gebastelte Schneemänner. Zum Basteln brauch man vor allem Erdnüsse. Weiß anmalen, kurz trocknen lassen und dann ist Fingergefühl gefragt. Mit einem schwarzen Stift Augen, Mund und Knöpfe drauf malen. Zusätzlich kann man aus draht zwei kleine Ärmchen und einen Henkel zum Anhängen formen. Eine orangene Nase aus Pappmasche rundet das Gesamtbild ab. Hier ist eine Videoanleitung als Inspiration. 

Fragen, die zum Thema „Plötzlicher Herztod“ in den Veranstaltungen in Lachendorf, Celle und Hermannsburg aufkamen, gibt es hier zum Nachlesen.

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