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Celle Stadt Türchen 9: Bahnhofsmission im Weihnachtsfieber
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Türchen 9: Bahnhofsmission im Weihnachtsfieber
10:44 09.12.2019
Von Audrey-Lynn Struck
Allein im Jahr 2018 nutzten rund 10.230 Personen die Räume der Bahnhofsmission. Quelle: Benjamin Behrens
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Celle

Tannenkränze liegen auf den Tischen, daneben stehen Schalen voller Lebkuchen und Spekulatius-Kekse und an den Wänden hängen Engel und Sterne: Weihnachtsdekoration wird in der Celler Bahnhofsmission groß geschrieben. "Es ist eine schöne Einladung für die Menschen, die hierher kommen. Sie kommen direkt auch in Weihnachtsstimmung", freut sich Leiterin Daniela Brückner.

Brot, Kaffee und warme Dusche

Ab 8 Uhr morgens kann jeder in die Bahnhofsmission – nur sonntags bleibt es geschlossen. Für viele Celler ist es ein wichtiger Anlaufpunkt. Gerade im Winter. "Um 8 Uhr warten hier am Wochenende schon einige vor der Tür", weiß Heiko Kröck, der seit rund einem Jahr ehrenamtlich hilft.

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Bahnhofsmissions-Leiterin Daniela Brückner reicht Uwe (von links), Harry, Thomas und Chris Kuchen. Quelle: Benjamin Behrens

Über 50 Gäste sind täglich in der Bahnhofsmission

Rund 17 Ehrenamtliche arbeiten in wechselnden Schichten in der Mission. Die vielen helfenden Hände sind auch bitter nötig. Seit Jahren kommen immer mehr Bedürftige in die Bahnhofsmission. Zusätzlich gibt es neben Brückner noch drei weitere Helfer, die das hauptberuflich machen. "Als ich vor rund 20 Jahren hier angefangen habe, waren es noch zwischen 20 und 30 Leuten pro Tag. Mittlerweile haben wir hier täglich 50 bis 60 Gäste", so Brückner. Jeder Besucher bekommt zwei Scheiben Brot, zwei Tassen Kaffee und Wasser angeboten. Auch eine Duschmöglichkeit inklusive Handtüchern wird geboten.

"Wir sind jeden Tag hier"

Der Celler Torsten Jakobitz besucht die Bahnhofsmission seit rund vier Monaten. Das erste Mal nahm ihn ein befreundetes Ehepaar mit. Seitdem ist das Trio geradezu unzertrennlich. "Wir sind jeden Tag hier, spielen 'Mensch ärgere dich nicht' oder trinken eine Tasse Kaffee", erzählt die 69-jährige Rita Helmers, die immer mit ihrem Mann Detlef Gehrke hierherkommt.

Quelle: Audrey-Lynn Struck

Vor ein paar Jahren wurde Helmers in einem Fernsehbericht auf die Bahnhofsmission aufmerksam. "Als ich das erste Mal hier war, wollte ich gar nicht mehr weg", erinnert sich die Rentnerin. Der warme Kaffee, die Herzlichkeit und die gute Gesellschaft: All das und noch viel mehr ist die Celler Bahnhofsmission für das Trio. "Ich habe die hier einfach ins Herz geschlossen", sagt Helmers.

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