Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Celle Stadt Celle: Per Straßenschild zur Uni-Stadt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle: Per Straßenschild zur Uni-Stadt
17:48 16.03.2018
Von Michael Ende
Das Campus-Feeling ist noch ausbaufähig: Der Altenceller Bohrsimulator - irgendwie schon eine Uni? Ein Straßenschild soll das jedenfalls zukünftig unterstreichen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Nigge damals: "Ab dem 1. Januar 2018 werden wir die kleinste Uni der Welt haben. Ab dann ist der Bohrsimulator mit seinen sieben Studenten als Ableger der Uni Clausthal zertifiziert.“ Jetzt sollte der Altenceller Ortsrat Fakten schaffen – indem er das Teilstück der Baker-Hughes-Straße, das als Zufahrtstraße zum Bohrsimulator-Gelände führt, in "An der Universität" umbenennt.

Professor Joachim Oppelt hatte als Leiter des Forschungszentrums Drilling Simulator im Oktober 2017 bei der Stadt beantragt, "seine" Anliegerstraße mit der Bezeichnung „Baker-Hughes-Straße 5“ in „An der Universität“ umzubenennen, heißt es seitens der Verwaltung in einer Vorlage, die jetzt im Altenceller Ortsrat zur Debatte stand. Die Stadt Celle hatte die Straße ausgebaut und im Juli 2015 das Hinweisschild mit dem derzeitigen Straßennamen „Drilling Simulator Celle – Baker-Hughes-Straße 5“ an der Abzweigung von der K74 aufgestellt.

"Es gibt von mir keinen formellen Antrag zur Straßenumbenennung, es war nur eine telefonische Anfrage bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Celle", erläutert Oppelt auf CZ-Nachfrage. „An der Universität“ klinge aus seiner Sicht "gut und passend". Immerhin habe es zum 1. Januar eine signifikante Änderung gegeben. "Bisher waren wir dem EFZN in Goslar zugeordnet. Nun gehören wir direkt zur Technischen Universität Clausthal und bilden dort das fünfte Forschungszentrum. Und ja, hier ist schon eine Universität, oder jedenfalls ein Teil davon", so Oppelt – und "von Zeit zu Zeit" seien im Rahmen von Masterarbeiten oder Praktika auch Studenten in Celle.

Der Ortsrat Altencelle, der in dieser Woche eigentlich über die neue Straße „An der Universität“ entscheiden sollte, vertagte das Thema. Manche Ortsratsmitglieder waren vom Vorhaben überrascht und wollen noch einmal darüber nachdenken. "Ich persönlich finde die Idee mit dem neuen Straßennamen gut", so Ortsbürgermeister Hans-Werner Schmidtmann (CDU). Der Ortsrat wolle sich vor einer Entscheidung demnächst vor Ort treffen. Im Bohrsimulator – also praktisch in der Universität Altencelle.

Glosse: Pfiffig (von Michael Ende)

Wenn man wie Celle schon keine Uni hat, aber gerne eine hätte, dann nennt man halt einfach eine Straße so, als wäre da schon eine Uni, zu der die Straße führt. Denn wo ein Straße "an" irgend etwas ist, dann muss ja auch das existieren, "an" dem die Straße ist. Logisch, ne. "An der Universität." Da muss man erst mal drauf kommen. Ganz schön pfiffig. Und wahrscheinlich auch ein ziemlich starker Zauber. Der wurde bestimmt schon im alten Ägypten benutzt, als der Pharao eines Tages eine Staubpiste namens "Krokodilweg", die aufs damals noch völlig unbebaute Giseh-Plateau führte, mal eben in "An den Pyramiden" umbenannte. Und bumms – was passierte dann wohl? Richtig: Umgehend fielen die Pyramiden vom Himmel und Giseh war froh: endlich Pyramidenstadt. Nun ist Celle jetzt also zwar keine Universitätsstadt im herkömmlichen Sinn, aber immerhin vielleicht bald eine "An-der-Universität-Stadt." Das dürfte neben eingezäunten Kreisel-Zebrastreifen ein weiteres Alleinstellungsmerkmal sein.

Celle ist halt "speziell", wie man es milde ausdrücken könnte. Und da der Herbeiwünsch-Straßenbenennungszauber so hübsch ist, hätte ich noch einen Verbesserungsvorschlag für Celles jüngsten Straßennamen: "An der Universität und an der Ostumgehung." Dann wäre das gleich auch noch mit erledigt.

Bastiaan Ragas kommt! Bastiaan wer? Nur den eingefleischten Fans von Boygroups der 1990er Jahre wird der Name etwas sagen. Ragas war und ist Mitglied von der Band „Caught in the Act“, die im Jahr 2015 auf Reunion-Tour gegangen ist. In Celle wird er jedoch in seiner Funktion als Buchautor auftreten. Denn der Niederländer hat in seinem Heimatland mit einem Buch über das Vaterwerden einen großen Erfolg gehabt. „Das war für mich selbst auch ziemlich überraschend“, sagt Ragas. Aus dem Auto ruft er in Celle an, auf dem Weg vom Tonstudio ins Büro

Jürgen Poestges 16.03.2018

Flüchtlinge und Senioren wollen Begegnungsstätte eröffnen und sogar "Celler Lokalhelden" werden. SPD-Politiker Henning Scherf ist begeistert und gibt ihnen nützliche Tipps.

Dagny Siebke 16.03.2018

„Hey, so sagt man nicht Goodbye“, scheint das Publikum dem Star auf der Bühne zuzurufen. So elegant wie Denis Fischer die Liedzeilen von Leonard Cohen, den er an diesem Donnerstagabend in der CD-Kaserne interpretiert, in seine kleinen Zwischenmoderationen einwebt, so energisch bedienen sich die mehr als 200 Zuhörer des Titels „Hey, that’s no way to say goodbye“ des großen Sängers, Songschreibers, Dichters und Malers Leonard Cohen, um den Interpreten und seinen Pianisten Carsten Sauer zurückzuholen auf die Bühne. Sie möchten mehr Fischer und mehr Cohen. Zwei Männer, die sich in ihrer Kunst begegnen, sie ineinanderfließen lassen und etwas Neues schaffen.

16.03.2018