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Celle Stadt Obstbäume werden im Herbst verschenkt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Obstbäume werden im Herbst verschenkt
16:22 14.05.2019
Von Michael Ende
Alte Sorten sind Trumpf: Die Stadt Celle will im Herbst Hundertevon Obstbäumen verschenken. Quelle: Daniel Bockwoldt
Celle

Es summt den ganzen Tag – wer Obstbäume im Garten hat, der konnte jetzt beobachten, wie sehr Bienen auf die Blüten von Kirsche, Apfel, Birne und Co. fliegen. Obstbäume und Fallobstwiesen sind wichtig. Nicht nur für Insekten von der Hummel bis zur Blattlaus, sondern auch für Vögel von der Meise bis zum Steinkauz und Säugetiere vom Siebenschläfer bis zum Steinmarder. Es kann gar nicht zu viele Obstbäume geben. Deshalb werden in diesem Herbst im Rahmen der CZ-Aktion „Celle blüht auf“ Bäume alter Sorten kostenlos an Celler abgegeben. Die Organisation der von der Stiftung Life gesponserten Aktion übernimmt die Stadt Celle.

Stifung Life als Sponsor

Nur mit Blühflächen, von denen allein 2019 im Rahmen von "Celle blüht auf" 75 Hektar angelegt wurden, ist es nicht getan, weiß Jürgen Gessner von der Stiftung Life. Zusammen mit der Stadtverwaltung will er eine „Celle blüht auf“-Aktion finanzieren, die bereits im Jahr 2007 ein Erfolg war: „Damals haben wir Hunderte Obstbäume alter Sorten an interessierte Gartenbesitzer verschenkt. Das wollen wir erneut tun.“

Zeichen für Nachhaltigkeit

Im Rathaus hat sich Jens Hanssen als Fachdienstleiter des Grünbetriebs in den vergangenen Wochen überlegt, welche Obstsorten man unters Volk bringen könnte: "Wir haben sind dabei auf bewährte Sorten gekommen, die in unsere Gegend passen." Jetzt gelte es, Baumschulen zu finden, die Pflanzen in ausreichender Menge liefern könnten. Gedacht sei an 500 bis 600 Stück, so Hanssen: "Das sollen auch schon richtige Bäume von rund zwei Metern Höhe sein." Den Herbst habe man als beste Abgabe- und Pflanzzeit gewählt. "Und wenn die Bäume dann blühen, ist schon 2020 – auch das ist ein Zeichen für die Nachhaltigkeit von Celle blüht auf."

Bestell-Hotline wird eingerichtet

In Kürze will die Stadt bekannt geben, wie und wo genau man Bäume für seinen Garten vorbestellen kann. Wer dies bereits bei der CZ getan hat, braucht das nicht zu wiederholen. Diese Wünsche leitet das "Celle blüht auf"-Team an die Stadt weiter.

„Kumm man röwer, ick gew‘ di 'ne Birn.“

Theodor Fontanes Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland hatte bekanntermaßen ein Faible für Birnen. Die Celler haben im Herbst die Auswahl zwischen vielen alten Obstsorten – unter anderem zwischen diesen:

Apfel „Celler Dickstiel“: nicht besonders ansehnlicher, aber hochfeiner, von Kennern bevorzugter Tafelapfel.

Apfel „Freiherr von Berlepsch“: vollaromatische Vitamin-C-Bombe.

Boskop-Apfel: dunkelrot und säuerlich.

Apfel „Horneburger Pfannkuchen“: Kochapfel, Norddeutschlands bester Wirtschaftsapfel.

Birne „Gräfin von Paris“: saftig-süß und lagerbar.

Birne „Köstliche von Charneux“: groß und weinsäuerlich.

Hauszwetsche: groß, süß, stark wachsend.

Nancy-Mirabelle: fein aromatisch, wertvollste Sorte.

Sauerkirsche „Morellenfeuer“: säuerlich aromatisch.

Süßkirsche „Burlat“: schwarzrot-saftig.

Die „Landpartie“ des Celler Schlosstheaters startet am 24. Mai auf dem Winkelhof in Müden.

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