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Celle Stadt Celle wrackt Lampen ab und hofft auf 25000 Euro Prämie
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle wrackt Lampen ab und hofft auf 25000 Euro Prämie
13:21 13.06.2010
Abwrackprämie für Laternen: Schon bald sollen in Celle 225 umweltfreundliche Lampen eingesetzt werden. Quelle: Torsten Volkmer
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Celle Stadt

Bis zu 25000 Euro können Kommunen vom Land erhalten, wenn sie ihre in die Jahre gekommenen Energiefresser gegen neue, effizient arbeitende Laternen ersetzen. – Eine gern in Anspruch genommene Förderung, von der jetzt auch die Stadt Celle profitieren möchte. „Wir hoffen, dass uns diese Mittel bewilligt werden“, sagt Stadtsprecherin Myriam Meißner.

Für insgesamt 70000 Euro sollen in Celle 225 Straßenlaternen auf den neuesten ökologischen Stand gebracht werden, da käme die Laternen-Abwrackprämie der Stadt nur gelegen.

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Opfer des Leuchtentauschs sind die über 25 Jahre alten Quecksilber-Dampflampen, die ab 2014 europaweit verboten werden sollen. An ihrer Stelle werden Natrium-Hochdrucklampen eingesetzt. Anders als ihre mit Quecksilber betriebenen Vorgänger benötigen sie kein eingebautes Zündgerät zur Lichterzeugung. 60 Watt weniger Energie sollen sie daher pro Lampe verbrauchen.

Zum Einsatz kommen die neuen Leuchtmittel in insgesamt sieben Celler Straßen, unter anderem in der Bergstraße, der Windmühlenstraße oder der Marienwerderallee. Wann in Hannover die Entscheidung für die Mittelzuweisung für Celle fällt, ist noch nicht klar. „Wir hoffen auf eine baldige Entscheidung“, so Meißner. Spätestens dann kann sich ein Zwei-Mann-Trupp der Stadt auf den Weg machen, um das umweltfreundlichere Licht, pünktlich zur dunkler werdenden Jahreszeit, einzusetzen.

Dass das Laternen-Abwracken durchaus beliebt ist, zeigen die bisherigen Antragszahlen: Bis Mittwoch hatten bereits 88 niedersächsische Gemeinden – darunter auch einige Kommunen aus dem Landkreis – eine Zusage für die Gelder erhalten. Der ursprünglich mit einer Million Euro bemessene Fördertopf war allerdings so schnell leer, dass er von Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) kürzlich um eine Million Euro aufgestockt wurde.

Von Eike Frenzel