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Celle Stadt Celler Konzerte sind Herzensangelegenheit
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Konzerte sind Herzensangelegenheit
13:10 20.10.2017
Celle Stadt

Außerdem hat Braunschweig nun mit Dagmar Schlingmann eine neue Intendantin, die gleich in der ersten Spielzeithälfte dem Opernspielplan in der Okerstadt neues Format geben möchte. Deshalb ist das Orchester in diesen ersten Monaten auch mehr mit Operndiensten beschäftigt als das in den letzten Jahren der Fall war. Das ist auch der Grund, warum der Celler Konzertzyklus des Braunschweiger Orchesters in der Congress Union dieses Jahr später beginnt als sonst. Er umfasst aber weiterhin vier Abokonzerte plus das traditionelle Neujahrskonzert.

Martin Weller, der überaus rührige Orchesterdirektor und Solo-Trompeter, hat im Gespräch über die zu erwartenden Konzerte deutlich heraus gestellt, dass die Celler Konzerte für ihn zwar eine Herzensangelegenheit seien, sie aber wegen der hohen Kosten nach wie vor eine grenzwertige Sache darstellten. Sie werden nämlich ohne jede Unterstützung seitens der Stadt Celle veranstaltet, was für derartige Zyklen in Eigenverantwortung von örtlichen Orchestern höchst ungewöhnlich ist.

Die Abokonzerte beginnen am 8. Dezember mit zwei populären Werken der Romantik, dem Cellokonzert von Dvorak und der sogenannten „Rheinischen Sinfonie“ von Schumann. Es dirigiert der neue erste Kapellmeister Ivan Lopez-Reynoso, der auch das Konzert am 11. April 2018 leiten wird. Dann stehen Werke von Wagner und Mendelssohn auf dem Programm. Weller sieht in Lopez-Reynoso neben Dnic einen zweiten fest ans Orchester gebundenen dirigierenden Hoffnungsträger.

Das erste Mal seit vielen Jahren im Celler Konzertzyklus wird ein amtierender Braunschweiger Chefdirigent gleich zwei Konzerte in der Congress Union dirigieren, zunächst das Konzert am 27. Februar, dann das Saisonfinale am 12. Juni mit Beethovens 9. Sinfonie. Für das Konzert im Februar hat Dnic Tschaikoiwskys 1. Sinfonie ausgesucht. Vorab wird der in Celle durch diverse Konzerte sehr geschätzte Pianist Bernd Glemser Beethovens 3. Klavierkonzert spielen.

Das Neujahrskonzert wird 2018 erst sehr spät stattfinden, was die programmatische Ausrichtung ein wenig ändert. Dieser Abend wird fast eine Art „Last Night“ sein mit vorwiegend populärer britischer Musik von Purcell und Händel bis zum berühmten „Pomp and Circumstances“ von Elgar. Als Datum wird der 22. Januar genannt.

Wie immer gibt es für jugendliche Konzertbesucher auf ein absolutes Minimum reduzierte Preise. Die populären Einführungen zu den Konzerten werden auch in dieser Saison wieder von Martin Weller selbst gegeben.

Von Reinald Hanke